Ripple (XRP) steht zu Beginn der Woche wieder im Fokus der Anleger. Der Kurs hält sich zwar noch über der Marke von 1,35 US-Dollar, doch hinter den Kulissen brodelt es. Während die globalen Märkte weiterhin die geopolitische Lage im Nahen Osten einpreisen und Investoren zunehmend vorsichtiger agieren, verliert XRP spürbar an Momentum. Kapital fließt ab, Privatanleger bleiben an der Seitenlinie – und genau das wirft eine entscheidende Frage auf: Steht Ripple vor einer neuen Schwächephase oder könnte sich jetzt eine überraschende Chance ergeben? Für jede Ripple Prognose ist die aktuelle Lage jedenfalls entscheidend.
Ripple unter Druck: Kapital fließt plötzlich ab
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Laut einem aktuellen Bericht von CoinShares verzeichneten XRP-bezogene Krypto-Investmentprodukte in der vergangenen Woche Kapitalabflüsse in Höhe von rund 30 Mio. US-Dollar. Damit zeigt sich deutlich, dass Investoren zuletzt Risiko reduziert haben.
Trotz dieser Abflüsse bleibt die Gesamtgröße der Anlageprodukte allerdings beträchtlich. Das verwaltete Vermögen liegt weiterhin bei rund 2,4 Mrd. US-Dollar. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse sogar noch auf etwa 123 Mio. US-Dollar. Doch kurzfristig hat sich die Stimmung sichtbar gedreht.
Während Ripple also Kapital verliert, wandert das Geld in andere große Kryptowährungen. Besonders Bitcoin konnte massiv profitieren. Rund 521 Mio. US-Dollar flossen allein in der vergangenen Woche in Bitcoin-Produkte. Auch Ethereum und Solana zogen frisches Kapital an – mit Zuflüssen von 88,5 Mio. US-Dollar beziehungsweise 14,6 Mio. US-Dollar.
Insgesamt verzeichneten digitale Anlageprodukte laut CoinShares Zuflüsse von rund 619 Mio. US-Dollar. Die erste Marktreaktion auf die geopolitischen Spannungen rund um den Iran sei für die Anlageklasse der Kryptowährungen sogar positiv gewesen. Ripple gehört jedoch aktuell nicht zu den klaren Profiteuren dieser Entwicklung.
Ripple ETFs verlieren ebenfalls an Dynamik
Auch im ETF-Segment zeigt sich die abgekühlte Nachfrage nach XRP. In der vergangenen Woche verzeichneten XRP-Spot-ETFs Abflüsse von etwa 4 Mio. US-Dollar.
Das bedeutet jedoch nicht, dass das Interesse vollständig verschwunden ist. Die kumulierten Zuflüsse in XRP-ETFs liegen weiterhin bei rund 1,24 Mrd. US-Dollar. Das Nettovermögen beträgt aktuell etwa 983 Mio. US-Dollar.
Für jede Ripple Prognose ist das ein wichtiger Punkt: Das langfristige Interesse institutioneller Investoren ist grundsätzlich vorhanden. Kurzfristig dominieren jedoch Zurückhaltung und Risikoaversion.
Der große Rückzug der Privatanleger
Besonders deutlich wird die aktuelle Zurückhaltung beim Blick auf den Terminmarkt. Seit dem Allzeithoch von 3,66 US-Dollar im Juli hat XRP einen massiven Rückgang erlebt. Diese Kursentwicklung hat viele Privatanleger verunsichert.
Das Ergebnis zeigt sich beim sogenannten Futures Open Interest – also dem Gesamtwert aller offenen Terminkontrakte auf XRP.
Am Montag liegt dieser Wert bei rund 2,25 Mrd. US-Dollar. Zum Vergleich: Im Juli hatte das Open Interest noch bei 10,94 Mrd. US-Dollar gelegen.
Der Rückgang ist dramatisch. Viele spekulative Positionen wurden geschlossen, neue Engagements bleiben aus. Genau dieser Rückzug der Privatanleger ist ein entscheidender Faktor, der derzeit auf den XRP-Kurs drückt.
Ripple kämpft technisch um Stabilität
Trotz der schwachen Stimmung zeigt sich XRP technisch zumindest leicht stabilisiert. Der Kurs notiert aktuell bei etwa 1,36 US-Dollar.
Der MACD-Indikator befindet sich weiterhin über seiner Signallinie. Das deutet auf ein leicht positives Momentum hin. Auch die grünen Histogramm-Balken beginnen wieder zu wachsen, was darauf schließen lässt, dass einige Trader ihre Positionen vorsichtig ausbauen.
Der Relative-Strength-Index liegt derzeit bei 43. Damit bleibt er unter der neutralen Marke von 50. Das ist typisch für einen Markt, der versucht, sich nach längeren Rückgängen zu stabilisieren, ohne bereits eine klare Aufwärtsdynamik entwickelt zu haben.
Die große Hürde für Ripple: Mehrere gleitende Durchschnitte
Ein Blick auf die Charttechnik zeigt jedoch, dass Ripple noch einige Hindernisse überwinden muss.
Der Kurs liegt weiterhin unter dem 50-Tage-, dem 100-Tage- und dem 200-Tage-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt. Diese drei Linien gelten unter Analysten als zentrale Trendindikatoren.
Solange XRP unter diesen Marken bleibt, dominiert im größeren Bild ein bärischer Trend.
Hinzu kommt die sogenannte SuperTrend-Linie. Diese verläuft derzeit bei rund 1,58 US-Dollar und liegt damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Sie fungiert als dynamischer Widerstand und unterstreicht, dass jede Erholungsbewegung aktuell auf starken Verkaufsdruck trifft.
Diese Marken entscheiden jetzt über die Ripple Prognose
Kurzfristig rückt zunächst die Marke von 1,40 US-Dollar in den Fokus. Hier endeten zuletzt mehrere kleine Erholungsversuche. Sollte XRP diese Hürde überwinden, wartet mit dem Bereich um 1,53 US-Dollar – dem 50-Tage-EMA – bereits der nächste Widerstand.
Noch entscheidender wird allerdings die Zone um 1,58 US-Dollar. Erst ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marke könnte das derzeitige bärische Szenario ernsthaft infrage stellen. In diesem Fall könnte XRP in Richtung der 100-Tage-EMA bei etwa 1,75 US-Dollar vorstoßen.
Auf der Unterseite bleibt die Lage ebenfalls angespannt. Die erste Unterstützung liegt bei rund 1,33 US-Dollar. Sollte dieser Bereich brechen, dürfte schnell das Tief vom 28. Februar bei 1,27 US-Dollar in den Fokus rücken.

Ripple Prognose: Zwischen Chance und Risiko
Die aktuelle Situation bei XRP ist ein klassisches Beispiel für einen Markt im Übergang. Einerseits zeigen einige Indikatoren erste Stabilisierungstendenzen. Andererseits sprechen die Kapitalabflüsse, das schwache ETF-Interesse und der drastische Rückgang beim Futures-Open-Interest eine deutliche Sprache.
Für Anleger bedeutet das: Die kurzfristige Ripple Prognose bleibt unsicher. Solange XRP nicht überzeugend über die Marke von 1,58 US-Dollar ausbricht, bleibt das größere Chartbild angeschlagen.
Gleichzeitig zeigt die Zone zwischen 1,33 und 1,27 US-Dollar, wie wichtig die kommenden Handelstage werden könnten. Hier entscheidet sich, ob XRP einen Boden findet oder ob eine weitere Abwärtsbewegung droht.
Eines ist jedoch klar: Ripple bleibt einer der meistbeobachteten Altcoins im Markt. Genau deshalb reagieren Anleger besonders sensibel auf jede Veränderung der Kapitalströme – und genau dort entscheidet sich letztlich auch jede ernsthafte Ripple Prognose.
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Das sollten Sie am Dienstag, den 10. März, im Blick behalten:
Der steile Rückgang der Rohölpreise half, die Marktstimmung in der zweiten Tageshälfte am Montag zu verbessern und erschwerte es dem US-Dollar, seine Stärke zu bewahren. Am europäischen Morgen bleibt der USD-Index unter 99,00 und tendiert weiter nach unten. Der US-Wirtschaftskalender wird die Daten zu den Verkäufen bestehender Häuser für Februar enthalten, und die Automatic Data Processing wird den 4-Wochen-Durchschnitt der Beschäftigungsänderung veröffentlichen.