• USD/JPY trifft auf frischen Nachschub, da eine Aufwärtsrevision des BIP-Wachstums im vierten Quartal Japans den JPY stützt.
  • Hoffnungen auf eine Lösung des Iran-Kriegs belasten den Status des USD als Reservewährung und drücken auf das Paar.
  • Bedenken hinsichtlich von Ölversorgungsunterbrechungen begrenzen die Gewinne des JPY und geben den Kassakursen etwas Unterstützung.

Das Paar USD/JPY zieht frische Verkäufer an, nachdem es in der asiatischen Sitzung einen moderaten Anstieg in die Nähe von 158,00 verzeichnet hat, und dreht am Dienstag zum zweiten Mal in Folge nach unten. Die Kassakurse rutschen näher in den Bereich von mid-157,00 zurück, nachdem die Wachstumszahlen des BIP für das vierte Quartal Japans nach oben revidiert wurden, und scheinen nun den nächtlichen Rückgang vom höchsten Stand seit dem 23. Januar fortzusetzen.

Tatsächlich berichtete das Kabinett, dass die Wirtschaft im Oktober-Dezember-Zeitraum annualisiert um 1,3% gewachsen ist, verglichen mit den ursprünglichen Schätzungen von einem Anstieg um 0,2%. Darüber hinaus wurde der vierteljährliche Wert ebenfalls nach oben revidiert und zeigt ein Wachstum von 0,3%, gegenüber einer vorläufigen Lesung von 0,1%. Dies kommt zusätzlich zu Spekulationen, dass die Behörden möglicherweise eingreifen könnten, um eine weitere Schwäche des japanischen Yen (JPY) zu stoppen, und wirkt als Gegenwind für das Paar USD/JPY.

In der Zwischenzeit sagte der US-Präsident Donald Trump am späten Montag, dass der US-israelische Krieg gegen den Iran sehr bald beendet sein könnte, was das Vertrauen der Investoren stärkt. Dies wiederum belastet den Status des US-Dollars (USD) als globale Reservewährung und erweist sich als ein weiterer Faktor, der auf das Paar USD/JPY drückt. Die JPY-Bullen scheinen jedoch zögerlich zu sein, aggressive Wetten zu platzieren, da Bedenken hinsichtlich von Ölversorgungsunterbrechungen aufgrund der Schließung der Straße von Hormuz bestehen bleiben.

Angesichts der Tatsache, dass Japan einer der größten Energieimporteure der Welt ist, könnten steigende Energiepreise die Handelsbilanz und die wirtschaftliche Perspektive des Landes belasten. Darüber hinaus würde ein anhaltender Anstieg der Ölpreise die Inflation in die Höhe treiben und ein klassisches stagflationäres Umfeld schaffen, was die Normalisierungsbemühungen der Bank of Japan (BoJ) komplizieren würde. Dies könnte wiederum die JPY-Aufwertung begrenzen und helfen, den Rückgang des USD/JPY-Paares zu begrenzen.

Daher wäre es klug, auf eine starke Verkaufswelle zu warten, bevor bestätigt wird, dass die Kassakurse kurzfristig ihren Höhepunkt erreicht haben. Händler könnten auch davon absehen, aggressive Richtungswetten zu platzieren, und sich entscheiden, auf die Veröffentlichung der neuesten US-Verbraucherinflationszahlen am Mittwoch zu warten. Der Fokus wird jedoch weiterhin auf geopolitischen Entwicklungen liegen, die eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Ölpreisdynamik und der breiteren Risikostimmung spielen werden.

Wirtschaftsindikator

Bruttoinlandsprodukt annualisiert

Das vom Kabinettsbüro Japans vierteljährlich veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Gesamtwert aller Waren und Dienstleistungen, die in Japan innerhalb eines bestimmten Zeitraums produziert wurden. Es gilt als das zentrale Maß für die wirtschaftliche Aktivität des Landes. Die Zahlen werden in annualisierter Form angegeben – das heißt, sie zeigen, wie stark das BIP im Jahresverlauf gewachsen wäre, wenn die aktuelle Wachstumsrate beibehalten worden wäre. In der Regel wird ein hoher Wert als bullishes Signal für den Japanischen Yen (JPY) gewertet, während ein niedriger Wert als bärisch gilt.

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Letzte Veröffentlichung: Mo März 09, 2026 23:50

Häufigkeit: Vierteljährlich

Aktuell: 1.3%

Prognose: 1.2%

Vorher: 0.2%

Quelle: Japanese Cabinet Office

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