• Der USD-Index steht nahe 100,48 unter Druck, da Händler ihre hawkischen Fed-Wetten zurückfahren.
  • Sowohl die US-Einzelhandels- als auch die Großhandelspreisinflation haben sich im Juni abgeschwächt.
  • Die Feindseligkeiten im Nahen Osten könnten die Abwärtsbewegung des US-Dollars begrenzen.

Der US-Dollar (USD) bleibt unter Druck, da Händler die Zinserwartungen der Federal Reserve (Fed) neu bewertet haben. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung hält der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, die Verluste vom Mittwoch nahe 100,48.

US-Dollar - WTD

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen diese woche. US-Dollar war am schwächsten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.59% -1.09% 0.15% -0.82% -0.77% -1.61% -0.25%
EUR 0.59% -0.51% 0.76% -0.23% -0.23% -1.03% 0.35%
GBP 1.09% 0.51% 1.23% 0.28% 0.29% -0.52% 0.90%
JPY -0.15% -0.76% -1.23% -1.06% -0.93% -1.81% -0.46%
CAD 0.82% 0.23% -0.28% 1.06% 0.13% -0.76% 0.61%
AUD 0.77% 0.23% -0.29% 0.93% -0.13% -0.81% 0.48%
NZD 1.61% 1.03% 0.52% 1.81% 0.76% 0.81% 1.43%
CHF 0.25% -0.35% -0.90% 0.46% -0.61% -0.48% -1.43%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

Das CME FedWatch-Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung durch die Fed bei der Sitzung später in diesem Monat deutlich auf 10,2 % von 31 % vor einer Woche gesunken ist.

Marktteilnehmer haben ihre hawkischen Fed-Wetten zurückgefahren, da die US-Verbraucherpreisindex (CPI) und Produzentenpreisindex (PPI) Berichte für Juni gezeigt haben, dass der Inflationsdruck nachgelassen hat.

Unterdessen warten Investoren auf Reden von Fed-Vertretern, wie die Zentralbank die Geldpolitik angesichts der Anzeichen einer verlangsamten Preisentwicklung künftig gestalten wird.

In Zukunft werden sich die Investoren auf die US-Einzelhandelsumsätze für Juni konzentrieren, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden.

Auf geopolitischer Ebene könnten die erhöhten Energiepreise aufgrund der erneuten Feindseligkeiten im Nahen Osten die Abwärtsbewegung des US-Dollars begrenzen.

Technische Analyse des US-Dollar-Index

Der Dollar-Index Spot notiert niedriger bei etwa 100,46 und bleibt unter dem 20-Tage-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 100,78, der nun als unmittelbarer Widerstand fungiert und auf eine kurzfristige bärische Tendenz hinweist.

Der Relative Strength Index (RSI) bei 46,37 bewegt sich unter der neutralen 50er-Linie, was auf nachlassendes bullishes Momentum und nicht auf eine überverkaufte Situation hindeutet, während der Index unter dem kurzfristigen Trendindikator konsolidiert.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage-EMA nahe 100,78, und ein nachhaltiger Durchbruch über diese Barriere wäre erforderlich, um weiteres Aufwärtspotenzial in Richtung des Hochs vom 24. Juni bei 101,80 freizusetzen. Auf der Unterseite liegt die erste bedeutende Unterstützung auf der psychologischen Marke von 100,00, gefolgt vom gebrochenen, aber weiterhin relevanten aufsteigenden Trendlinienbereich um 99,19.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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