Charlie Lay von der Commerzbank erläutert, dass die südkoreanischen Behörden neue Maßnahmen zur Unterstützung des Won angekündigt haben. Dazu zählen eine strengere Überwachung von Offshore-Devisenderivaten, eine genauere Prüfung mutmaßlichen Fehlverhaltens sowie eine Ausweitung der Währungsabsicherung durch den staatlichen Pensionsfonds NPS mittels Verkäufen von US-Dollar-Termingeschäften. Die Schritte könnten dem Won kurzfristig Rückenwind verleihen. Für eine nachhaltige Erholung der Währung seien jedoch nachlassende Kapitalabflüsse und eine glaubwürdige Umsetzung der Maßnahmen entscheidend.

Behörden verschärfen Aufsicht am Devisenmarkt

„Das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen hat nach einer Krisensitzung mit der Bank of Korea (BoK), der Finanzdienstleistungskommission (FSC) und der Finanzaufsichtsbehörde (FSS) neue Maßnahmen zur Unterstützung des Won angekündigt.“

„Während die Absicherungsgeschäfte des NPS kurzfristig unterstützend wirken könnten, dürfte ihr Einfluss im Vergleich zu den jüngsten Abflüssen ausländischen Kapitals aus dem Aktienmarkt begrenzt bleiben.“

„Finanzminister Koo Yun-cheol warnte, die Behörden würden die Marktbedingungen ,rund um die Uhr mit hoher Wachsamkeit beobachten‘ und ,Gegenmaßnahmen zügig umsetzen‘.“

„Die Schwäche des Won wurde in erster Linie durch Umschichtungen ausländischer Portfolios sowie Kapitalabflüsse heimischer Privatanleger verursacht.“

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