• Das Währungspaar GBP/USD gewinnt am frühen Mittwoch im europäischen Handel an Fahrt und nähert sich der Marke von 1,3390. 
  • Iranische Beamte warnten, dass die Golfstaaten eine „rechtliche und moralische Verantwortung“ haben, US- und israelische Angriffe zu verhindern. 
  • Der US-Inflationsbericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai steht am Mittwoch im Mittelpunkt. 

Das Währungspaar GBP/USD handelt am frühen Mittwoch im europäischen Handel im positiven Bereich um 1,3390. Die Märkte könnten im weiteren Tagesverlauf vor dem US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Mai vorsichtiger werden. Am Freitag stehen die monatlichen britischen Bruttoinlandsproduktdaten im Fokus. 

Die Finanzmärkte hatten erwartet, dass die Bank of England (BoE) in diesem Jahr die Zinsen zweimal auf 3,25 % senken würde. Seit Beginn des US-Iran-Kriegs hat sich die Situation umgekehrt, und nun wird laut CNBC vor Dezember eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bp) erwartet.

Nichtsdestotrotz könnte das Aufwärtspotenzial für das britische Pfund (GBP) begrenzt sein, da erneute Spannungen im Nahen Osten risikoreichere Anlagen belasten. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi warnte am Mittwoch, dass die Nachbarstaaten im Golf eine „rechtliche und moralische Verantwortung“ haben, amerikanische und israelische Angriffe zu verhindern. 

Diese Äußerung erfolgte, nachdem die USA am Dienstag Vergeltungsschläge gegen den Iran gestartet hatten, die sie als verhältnismäßige Reaktion auf den Abschuss eines US-Hubschraubers in der Nähe der Straße von Hormus am Vortag bezeichneten. 

Der US-Inflationsbericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) wird genau beobachtet, da er Hinweise auf den Zinsweg der US-Notenbank (Federal Reserve, Fed) geben könnte. Sollten die Berichte heißere als erwartete Ergebnisse zeigen, könnte dies die Händler dazu veranlassen, eine höhere Wahrscheinlichkeit für Zinserhöhungen durch die Fed einzupreisen, was dem USD gegenüber dem GBP Unterstützung bieten würde. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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