Die französische Großbank Societe Generale verweist darauf, dass die südkoreanischen Behörden ein umfassendes Paket zur Stabilisierung des Devisenmarktes aufgelegt haben. Damit sollen kurzfristige Spannungen bei der US-Dollar-Finanzierung sowie spekulative Belastungen für den südkoreanischen Won eingedämmt werden. Zu den Maßnahmen gehören eine vorübergehende Befreiung von der Devisenstabilitätsabgabe, höhere Zinsen auf überschüssige Fremdwährungseinlagen und eine verschärfte Aufsicht über große Devisenbanken. Zudem drängen die Behörden Exporteure dazu, Devisenerlöse schneller in Won umzutauschen und im Ausland geparkte Mittel zurückzuführen.

Notenbank und Regierung verstärken Unterstützung für den Won

„Die Bank of Korea hat nach einer Krisensitzung mit dem Finanzministerium und der Finanzaufsicht FSS ein umfassendes Paket zur Stabilisierung des Devisenmarktes beschlossen. Ziel sind kurzfristige Spannungen bei der US-Dollar-Finanzierung sowie spekulative Belastungen für den Won.“

„Zu den wichtigsten Maßnahmen zählen eine sechsmonatige Befreiung der Banken von der Devisenstabilitätsabgabe sowie die Verlängerung von Zinszahlungen auf überschüssige Fremdwährungseinlagen, die an den Leitzins der US-Notenbank gekoppelt sind. Damit soll die Liquidität in US-Dollar verbessert werden.“

„Die Behörden haben zudem die Aufsicht verschärft. Dazu gehören gemeinsame Prüfungen großer Devisenbanken und eine engmaschigere Überwachung. Dies signalisiert einen Übergang von verbalen Warnungen hin zu einer aktiven Durchsetzung, um marktstörende Geschäfte einzudämmen und die Erwartungen an den Won zu stabilisieren.“

„Der stellvertretende südkoreanische Finanzminister Huh Chang forderte Exportunternehmen, darunter Samsung Electronics und SK Hynix, auf, die Stabilität des Devisenmarktes zu unterstützen. Dies soll durch eine schnellere Umwandlung von Exporterlösen in Won sowie die Rückführung von im Ausland gehaltenen Geldern geschehen.“

„Notenbankchef Shin Hyun-song erklärte, die Zinsen würden ‚rechtzeitig‘ angehoben. Damit ließ er die Möglichkeit einer Zinserhöhung noch vor der nächsten Sitzung des geldpolitischen Ausschusses am 16. Juli offen.“

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