- USD/JPY gibt seine Tagesgewinne aufgrund der großen Zinsdifferenz zwischen Japan und den USA wieder ab.
- Der US-Dollar schwächt sich ab, da ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran die Ängste vor Inflation und höheren Zinssätzen lindert.
- Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Wahrscheinlichkeit für eine Zinspause der Fed im Dezember auf 47 % gestiegen ist, nach 28 % in der Vorwoche.
USD/JPY baut seine Tagesgewinne ab, bleibt aber weiterhin im positiven Bereich und handelt während der asiatischen Handelszeit am Montag um 160,10. Der japanische Yen (JPY) hat im Zuge des geopolitischen Durchbruchs einen soliden Stand gefunden. Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus ließ die Ölpreise auf ein Zwei-Monats-Tief fallen, was den Inflationsdruck deutlich verringerte und die erdrückenden Importkosten für energieabhängige Volkswirtschaften wie Japan reduzierte.
Die Aufwärtsbewegung des JPY bleibt jedoch begrenzt, da die erhebliche Zinsdifferenz zwischen Japan und den Vereinigten Staaten (US) weiterhin strukturelle Unterstützung für das Paar USD/JPY bietet. Der JPY könnte weitere inländische Unterstützung erhalten, da Händler eine mögliche Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) am Dienstag zur Eindämmung der lokalen Inflation einpreisen.
Das Paar USD/JPY wertete ab, da der US-Dollar (USD) nach Berichten über ein Abkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran zur Beendigung ihres Konflikts fiel, was die Sorgen über Inflation und höhere Zinssätze milderte.
Nach einem bahnbrechenden Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran haben sich die Markterwartungen an die Geldpolitik dramatisch verändert. Das CME FedWatch Tool zeigt nun eine fast 47%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze im Dezember unverändert lässt, ein deutlicher Anstieg gegenüber den 28 %, die noch in der Vorwoche eingepreist waren.
Das am Sonntag von Washington und Teheran angekündigte Abkommen soll an diesem Freitag in Kraft treten. Im Rahmen der Vereinbarung erklärte US-Präsident Donald Trump, dass die Vereinigten Staaten ihre maritime Blockade iranischer Häfen aufheben werden, wodurch die wichtige Straße von Hormus wieder geöffnet wird. In einer koordinierten Reaktion kündigten das Vereinigte Königreich, Frankreich, Deutschland und Italien an, dass sie bereit sind, Sanktionen gegen Iran nach Fortschritten im Nuklearprogramm aufzuheben.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Das sollten Sie am Montag, den 15. Juni, im Blick behalten:
Die Märkte begrüßen zu Beginn der Woche die Nachricht, dass die Vereinigten Staaten und der Iran eine Einigung über einen Rahmenvertrag zur Beendigung des Krieges erzielt haben. Im weiteren Verlauf der Sitzung stehen im US-Wirtschaftskalender die Empire State Manufacturing Umfrage der Federal Reserve Bank of New York für Juni und die Industrieproduktionsdaten für Mai im Fokus.