S&P 500 vor Rücksetzer? RBC warnt vor bis zu 10 % Minus


RBC Capital Markets blickt kurzfristig vorsichtiger auf den US-Aktienmarkt. In einer Mitteilung vom Mittwoch warnte die Bank, dass der S&P 500 um bis zu 10 % zurückfallen könnte, hält zugleich aber an ihrem bullischen Zwölfmonatsausblick fest.

Lori Calvasina, Leiterin der US-Aktienstrategie bei RBC, erklärte, die „Risiken eines klassischen Rücksetzers der ersten Kategorie von 5 bis 10 % sind gestiegen“, während der Herbst beginnt. Sie verwies dabei auf mehrere Faktoren.

Als ersten Punkt nannte RBC die Saisonalität. Der September war für den S&P 500 in fünf der vergangenen zehn Jahre ein Verlustmonat.

Zweitens verwies die Bank auf die Zwischenwahlen in den USA, die historisch in der zweiten Jahreshälfte solcher Wahljahre mit erhöhter Volatilität einhergingen. RBC merkte zudem an, dass die Gegenreaktion auf Künstliche Intelligenz zu einem Wahlkampfthema geworden sei und Wettmärkte zunehmend auf einen Sieg der Demokraten in beiden Kammern hindeuteten. Ein solches Ergebnis wäre den Analysen der Bank zufolge weniger marktfreundlich.

Drittens bleibt der ungelöste Iran-Krieg ein Belastungsfaktor. Calvasina zufolge hat er die Verbraucherstimmung gedrückt.

Hinzu komme die anhaltende Nervosität der Anleger wegen Inflation, Fed und Zinsen, erklärte sie. Small-Cap-Aktien hätten seit Ende Juni unterdurchschnittlich abgeschnitten, während die Erwartungen an Zinserhöhungen gestiegen seien.

Trotz der kurzfristigen Vorsicht bekräftigte Calvasina das Zwölfmonatsziel von RBC für den S&P 500 bei 8.150 Punkten. Das liegt rund 6 % über dem Schlusskurs vom 8. September.

„Wir sehen weiterhin eine Reihe von Gründen, optimistisch zu bleiben“, schrieb sie. Alle fünf Modelle, die RBC zur Ableitung des Kursziels verwendet, deuteten auf Gewinne im kommenden Jahr hin.

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