• Die SNB lässt die Politik im September unverändert.
  • Der USD/CHF hat sich am Zweimonatshoch von 0,9247 kaum verändert.

Bei der geldpolitischen Lagebeurteilung für das September-Quartal ließ der Vorstand der Schweizerischen Nationalbank (SNB) an diesem Donnerstag die geldpolitischen Rahmenbedingungen unverändert.

Die SNB liess den Referenzsatz für Sichteinlagen unverändert bei -0,75%.

Die Zentralbank hielt das 3-Monats-Libor-Zielband wie allgemein erwartet zwischen -1,25% und -0,25% stabil.

Auf den erwarteten Zinssatz-Entscheid der SNB reagierte der Schweizer Franken im Vergleich zum Dollar nur wenig, während der USD/CHF mit dem Zweimonatshoch von 0,9247 liebäugelte.  

Zusammenfassung der Erklärung

Der Schweizer Franken ist überbewertet.

Interventionen können am Devisenmarkt bei Bedarf verstärkt werden.

Die neue bedingte Inflationsprognose ist höher als im Juni, was hauptsächlich auf einen Anstieg der Ölpreise zurückzuführen ist.

Die Nationalbank ist weiterhin bereit, stärker am Devisenmarkt zu intervenieren und dabei die allgemeine Wechselkurssituation zu berücksichtigen.

Die längerfristige Inflationsprognose bleibt unverändert.

Die Prognose für das laufende Jahr bleibt negativ (-0,6%).

Die Coronavirus-Pandemie übt weiterhin einen starken Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Die Nationalbank hält deshalb an ihrer expansiven Geldpolitik fest.

Auch die Schweiz erlebte als Folge der Coronavirus-Pandemie eine scharfe Rezession. Im zweiten Quartal lag das BIP mehr als 10% unter dem Vorkrisenniveau.

Die Inflationsrate dürfte 2021 wieder in den positiven Bereich zurückkehren (0,1%) und 2022 leicht weiter ansteigen (0,2%).

Für das dritte Quartal wird ein starker Anstieg des BIP erwartet.

Die bedingte Inflationsprognose basiert auf der Annahme, dass der Leitzins der Nationalbank über den gesamten Prognosehorizont bei -0,75% bleibt.

Die expansive Geldpolitik der Nationalbank ist notwendig, um angemessene monetäre Bedingungen in der Schweiz zu gewährleisten und die Konjunktur und die Preisentwicklung zu stabilisieren.

Die positive Entwicklung dürfte sich im Jahr 2021 fortsetzen.

Die tiefen Zinssätze bieten günstige Finanzierungsbedingungen und wirken zusammen mit der Interventionsbereitschaft der SNB einem Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken entgegen.

Sie geht davon aus, dass die Erholung wie im Ausland vorerst nur partiell sein wird.

Die CRF und die vom Bund garantierten Kredite haben zusammen wesentlich zur Sicherung der Kredit- und Liquiditätsversorgung der Wirtschaft beigetragen.

Nach der Lockerung der Eindämmungsmassnahmen durch zahlreiche Staaten hat sich die Konjunktur in den letzten Monaten deutlich belebt.

In diesem Jahr wird das BIP voraussichtlich um etwa 5% schrumpfen. Dies wäre der stärkste Rückgang seit der Krise Mitte der 1970er.

Die Coronavirus-Pandemie und die zu ihrer Eindämmung ergriffenen Maßnahmen haben zu einem historischen Abschwung der Weltwirtschaft geführt.

Für das dritte Quartal wird mit einer robusten Erholung der Weltwirtschaft gerechnet. Dennoch dürfte das globale BIP unter seinem Vorkrisenniveau bleiben.

In ihrem Basisszenario für die Weltwirtschaft geht die Nationalbank davon aus, dass es möglich sein wird, die Pandemie unter Kontrolle zu halten, ohne dass es zu einer erneuten ernsthaften Beeinträchtigung der Wirtschaftstätigkeit kommt.

Über den Zinsbeschluss der SNB

Die Schweizerische Nationalbank führt die Geldpolitik des Landes als unabhängige Zentralbank. Sie ist durch Verfassung und Gesetz verpflichtet, im Einklang mit den Interessen des ganzen Landes zu handeln. Ihr oberstes Ziel ist die Gewährleistung der Preisstabilität, unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Entwicklung. Auf diese Weise schafft sie ein geeignetes Umfeld für wirtschaftliches Wachstum.

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