• USD/CHF steigt, da der Schweizer Franken nachlassender Nachfrage nach sicheren Häfen infolge geringerer Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie fallender Ölpreise schwächer wird.
  • Die Trump-Regierung verhängt zweistellige Zölle auf mehr als 60 Länder, darunter die Schweiz, die innerhalb ihrer Obergrenze von 12,5% gedeckelt sind.
  • Das CME FedWatch Tool signalisiert nun eine Wahrscheinlichkeit von 38% für eine Zinserhöhung im Juli und eine Wahrscheinlichkeit von 81,4% bis September.

USD/CHF setzt seine Gewinnserie am siebten aufeinanderfolgenden Tag fort und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag um 0,8190. Das Währungspaar legt zu, da der Schweizer Franken (CHF) angesichts nachlassender Nachfrage nach sicheren Häfen inmitten entspannterer geopolitischer Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran sowie eines deutlichen Rückgangs der Rohölpreise schwächer wird.

Darüber hinaus sorgen Entwicklungen in der Handelspolitik für breiteren Gegenwind an den Märkten. Die Trump-Regierung hat zweistellige Zölle auf mehr als 60 Länder, darunter die Schweiz, eingeführt, wobei die Abgaben innerhalb der zuvor angekündigten Obergrenze von 12,5% bleiben. Zur Umsetzung dieser Maßnahmen berief sich die Regierung auf eine rechtliche Grundlage, die der Exekutive die Befugnis verleiht, Einfuhrsteuern und Sanktionen gegen Länder zu verhängen, denen „unvertretbare“, „unangemessene“ oder „diskriminierende“ Handelspraktiken vorgeworfen werden.

In Bezug auf die Geldpolitik wird weithin erwartet, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) ihren Leitzins bis 2027 unverändert bei 0% belässt. Zwar bleibt eine Rückkehr zu negativen Zinsen eine mögliche Option, derzeit ist dies jedoch nicht das Basisszenario. Diese neutrale Haltung wird dadurch gestützt, dass sich die Schweizer Inflation im Juni auf 0,5% verlangsamte und voraussichtlich nur bis auf 0,8% ansteigen wird – und damit komfortabel innerhalb des Zielbandes der SNB von 0% bis 2% liegt.

Darüber hinaus legt das Paar USD/CHF zu, da der US-Dollar (USD) angesichts der Marktunsicherheit vor der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed) am Mittwoch Boden hält. Die Händler navigieren durch ein ungewöhnlich hohes Maß an Unsicherheit, wobei das CME FedWatch Tool eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 38% für eine Zinserhöhung im Juli und eine Wahrscheinlichkeit von 81,4% für mindestens eine Anhebung um 25 Basispunkte bis September einpreist. Citadel Securities erwartet, dass die Fed eine Zinserhöhung vornehmen wird, um die Glaubwürdigkeit von Vorsitzendem Kevin Warsh im Kampf gegen die Inflation zu untermauern, und damit seinen wiederholten Zusagen zur Wiederherstellung der Preisstabilität entspricht.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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