Die Ökonomin Ho Woei Chen von UOB geht davon aus, dass der Nationale Volkskongress Chinas für 2026 ein reales BIP-Wachstumsziel von 4,5 bis 5,0 Prozent festlegen wird. Das tatsächliche Wachstum dürfte nach Einschätzung der Expertin bei 4,7 Prozent liegen. In dem Bericht wird zudem ein Inflationsziel von rund 2 Prozent erwartet, ein Haushaltsdefizit nahe 4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sowie eine stärkere Emission von Sonderanleihen der Lokalregierungen und ultralang laufenden Staatsanleihen. Geldpolitisch wird eine moderate Lockerung mit einer Zinssenkung um 10 Basispunkte und einer Senkung der Mindestreserveanforderung um 50 Basispunkte in Aussicht gestellt.

Ausgleich zwischen Wachstum und Stabilität

„Wir erwarten, dass der Nationale Volkskongress für 2026 ein moderateres reales BIP-Ziel von 4,5 bis 5,0 Prozent festlegt, was die niedrigeren Zielvorgaben der Provinzen widerspiegelt, verglichen mit etwa 5 Prozent in den vergangenen drei Jahren. Von den 31 Regionen haben 21 ihre Wachstumsziele im Vergleich zu 2025 gesenkt. Guangdong – Chinas größte Provinz und führendes Produktionszentrum – hat ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent festgelegt, verglichen mit rund 5 Prozent im Jahr 2025. Wir erwarten, dass sich das reale BIP-Wachstum Chinas 2026 auf 4,7 Prozent abschwächt, nach 5,0 Prozent in den vergangenen beiden Jahren. Trotz unserer Erwartung eines geringeren realen Wachstums könnte das nominale Wachstum anziehen, da der Deflationsdruck nachlässt.“

„Im vergangenen Jahr hatte China das Inflationsziel erstmals seit 2004 auf unter 3 Prozent festgelegt. Wir gehen davon aus, dass das Ziel für den Verbraucherpreisindex 2026 bei rund 2 Prozent bleiben wird. Die tatsächliche Inflation lag in den vergangenen Jahren durchweg unter dem offiziellen Ziel, wobei die Abweichung in den letzten drei Jahren besonders deutlich war. Wir erwarten, dass die Verbraucherpreisinflation 2026 auf 0,9 Prozent anzieht, nach 0 Prozent im Jahr 2025, und dass die Erzeugerpreise nach drei Jahren des Rückgangs wieder leicht um 0,2 Prozent steigen werden (2025: minus 2,6 Prozent).“

„Die Umsetzung einer ‚proaktiveren Fiskalpolitik‘ und einer ‚moderat lockeren Geldpolitik‘ dürfte fortgesetzt werden. Das Haushaltsdefizit dürfte 2026 bei rund 4 Prozent des BIP liegen, während das Volumen der Sonderanleihen der Lokalregierungen über das Rekordniveau von 4,4 Billionen Yuan im Jahr 2025 hinaus angehoben werden könnte, um die Infrastrukturinvestitionen vor Ort zu stützen. Zudem könnte China in diesem Jahr die Emission ultralang laufender Sonderstaatsanleihen ausweiten – wir erwarten ein Volumen von rund 1,5 Billionen Yuan nach 1,3 Billionen Yuan im Jahr 2025.“

„Für die Geldpolitik bleibt unser Basisszenario eine Senkung des Leitzinses um 10 Basispunkte sowie eine Reduzierung der Mindestreserveanforderung um 50 Basispunkte in diesem Jahr, ähnlich wie 2025. Diese Schritte dürften voraussichtlich bereits in der ersten Jahreshälfte 2026 erfolgen.“

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