Die Analysten Charlie Lay und Moses Lim von der Commerzbank verweisen darauf, dass der Preis für Brent-Öl in Richtung 79 bis 80 US-Dollar gestiegen ist, nachdem der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus faktisch zum Erliegen gekommen ist. Dadurch seien Öl- und LNG-Transporte erheblich gestört worden. Sollte sich der Krieg im Nahen Osten über Monate hinziehen, könnte die Inflation in der Eurozone ihrer Einschätzung nach um mindestens einen Prozentpunkt steigen, während das Wirtschaftswachstum um einige Zehntelprozentpunkte nachgeben dürfte. Die Analysten gehen jedoch von einem kürzeren Konflikt aus.

„Der Preis für Brent-Rohöl ist auf 79 bis 80 US-Dollar je Barrel gestiegen, nachdem der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, den weltweit wichtigsten Engpass für den Öltransport, nach iranischen Drohungen gegen durchfahrende Schiffe faktisch gestoppt wurde.“

„Die Störungen haben auch die Lieferungen von Flüssigerdgas (LNG) getroffen, die Exporte wurden vorübergehend ausgesetzt, was die Energiepreise nach oben treibt.“

„Sollte sich der Krieg hingegen über mehrere Monate hinziehen, dürfte die Inflation in der Eurozone wahrscheinlich um mindestens einen Prozentpunkt steigen, während das Wirtschaftswachstum um einige Zehntelprozentpunkte niedriger ausfallen würde – was schmerzhaft wäre.“

„Der Ölpreis ist heute erneut um mehr als 5 US-Dollar je Barrel gestiegen und liegt nun knapp unter 80 US-Dollar.“

„Den Terminmärkten zufolge dürfte der Ölpreis im Sommer jedoch wieder deutlich sinken.“

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