- NZD/USD setzt den Zyklus intraday-Niveaus nahe 0,6050 fort.
- Kiwi-Händler warten auf eine bedeutende Änderung der Zinshaltung von der RBNZ oder der Fed.
Der neuseeländische Dollar festigte sich auf etwa 0,6057, dem höchsten Stand seit zwei Wochen, während die Märkte die geldpolitischen Aussichten der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) vor ihrer geldpolitischen Erklärung am 18. Februar bewerteten. Es wird allgemein erwartet, dass die RBNZ ihren offiziellen Leitzins (Official Cash Rate - OCR) bei 2,25% belässt, nachdem sie die Zinsen seit August 2024 um insgesamt 325 Basispunkte gesenkt hat. Die letzte Woche veröffentlichten Arbeitsmarktdaten zeigten gemischte Ergebnisse, da die Arbeitslosigkeit unerwartet auf 5,4% (ein Jahrzehnt-Hoch) anstieg, während das Beschäftigungswachstum von 0,5% die Prognose von 0,3% übertraf, was die Ansicht verstärkt, dass eine Zinserhöhung in naher Zukunft unwahrscheinlich ist. Westpac erwartet, dass die RBNZ ihre prognostizierte erste Zinserhöhung auf Dezember 2026 vorverlegt, eine moderate Verschiebung von der früheren Guidance Mitte 2027. Die Märkte rechnen derzeit mit einer 75%igen Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung bis September.
Auf der US-Seite überraschten die Non-Farm Payrolls (NFP) im Januar mit 130.000, was die Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) von Juni auf Juli verschob. Das wichtigste Ereignis für den neuseeländischen Dollar am Freitag ist die verspätete Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (CPI) für Januar, bei dem die Ökonomen einen Anstieg des Gesamt-CPI um 0,29% im Monatsvergleich und des Kern-CPI um 0,39% im Monatsvergleich erwarten. Ein mildes Inflationssignal könnte die Schwäche des US-Dollars weiter anheizen und den Kiwi in die RBNZ-Entscheidung in der nächsten Woche unterstützen.
Bullen haben geringe Chancen, 0,6100 zu durchbrechen
Auf dem Tageschart handelt NZD/USD nahe 0,6057 und hält sich über der wichtigen psychologischen Unterstützung bei 0,6000, nachdem es sich von dem Tief von 0,5937 am 6. Februar erholt hat. Das Paar versucht, Boden über dem Niveau von 0,6050 zurückzugewinnen, das Anfang Februar als Pivot fungierte. Der Widerstand darüber liegt am Hoch Ende Januar nahe 0,6100, ein Niveau, das das Paar in seinem letzten Versuch nicht durchbrechen konnte und eine potenzielle doppelte Spitze auf dem 4H-Zeitrahmen schafft, die von den Bären genau beobachtet wird. Der 50-Tage Simple Moving Average (SMA) flacht sich im Bereich von 0,5950 ab, während der 200-Tage SMA tiefer liegt, was darauf hindeutet, dass sich der mittelfristige Trend weiterhin von dem langanhaltenden Abwärtstrend verändert. Der Relative Strength Index (RSI) auf dem Tageschart liegt nahe 55 und deutet auf ein neutrales bis leicht bullisches Momentum ohne überkaufte Bedingungen hin.
Auf dem 1H-Zeitrahmen konsolidiert sich das Paar innerhalb einer engen Spanne zwischen 0,6030 und 0,6060, was auf Unentschlossenheit vor den CPI-Daten am Freitag hindeutet. Ein nachhaltiger Durchbruch über 0,6100 würde einen Wechsel in die Zone von 0,6120 bis 0,6150 signalisieren, während ein Versagen, 0,6000 zu halten, die Unterstützung im Bereich von 0,5950 und den 50-Tage SMA exponieren könnte.
NZD/USD Tageschart

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.
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