• NZD/USD steigt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf nahe 0,5845.
  • Der US-Erzeugerpreisinflationsbericht für August wird am Donnerstag veröffentlicht. 
  • Der vorsichtige Ausblick der RBNZ könnte den Kiwi belasten. 

Das Paar NZD/USD gewinnt am Donnerstag im frühen asiatischen Handel auf rund 0,5845 an Stärke, gestützt von einem schwächeren US-Dollar (USD). Alle Augen richten sich auf die anstehenden Daten zum Erzeugerpreisindex (EPI), die am Donnerstag veröffentlicht werden. 

Händler werden die US-Inflationsdaten im weiteren Wochenverlauf im Blick behalten, die vor dem Treffen der Federal Reserve (Fed) am 14. bis 15. September neue Hinweise auf die nächsten Schritte der Notenbank liefern könnten. Ökonomen erwarten, dass der Gesamt-EPI im August gegenüber dem Vorjahr um 5,3% steigt, während der Kern-EPI im August voraussichtlich um 4,6% zulegen wird. Sollte der US-EPI stärker als erwartet ausfallen, könnte dies die Zinserhöhungserwartungen der Fed untermauern und den Greenbsck stützen. 

"Ein heißer VPI-Wert würde eine Zinserhöhung im September praktisch besiegeln und einen festeren Dollar stützen," sagte Elias Haddad von Brown Brothers Harriman & Co. "Ein kühlerer Wert würde die Argumente für ein Abwarten stärken und den Dollar anfällig für eine dovishe Neubewertung der Fed machen."

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) sagte, dass der aktuelle Zinssatz weiterhin akkommodierend sei und die Bank sich auf einen "schrittweisen Abbau der geldpolitischen Stimulierung" konzentriere. Ökonomen erwarten weithin mindestens eine weitere Zinserhöhung vor Jahresende, wahrscheinlich im Dezember.  Der vorsichtige Ton und der Forward Guidance der RBNZ haben die Markterwartungen für einen aggressiven Straffungszyklus gedämpft. 

"Es ist möglich, dass sich die Sichtweise der RBNZ nicht allzu sehr verändert hat. Wir gehen eher davon aus, dass es bei den OCR-Prognosen der RBNZ angesichts der derzeit erheblichen Unsicherheiten kaum zu einer Veränderung kommen wird," sagte Sharon Zollner, Chefökonomin bei ANZ. 

RBNZ hebt OCR an, während Commerzbank einen datenabhängigen Straffungspfad hervorhebt

Analysten bei Commerzbank stellen fest, dass die RBNZ den Overnight Cash Rate (OCR) wie erwartet um 25 Basispunkte auf 2,75 % angehoben hat, wobei die Entscheidungsträger erklärten, dass „eine schrittweise Rücknahme der geldpolitischen Stimulierungsmaßnahmen angemessen sei, um die Inflation nachhaltig zum Ziel zurückzuführen“. Commerzbank fügt hinzu, dass die Zentralbank „betonte, dass der künftige Zinspfad nicht vorgegeben sei“, was darauf hindeutet, dass „weitere Straffungen möglich sind, jedoch von der Persistenz der Inflation und der Stärke der Erholung abhängen werden“.

Chart Analysis NZD/USD

Technische Analyse: NZD/USD behält oberhalb des 100-Tage-SMA eine bullische Tendenz bei

Auf dem Tages-Chart hält sich NZD/USD knapp über dem 100-Tage-Durchschnitt bei 0,5843, während es weiterhin deutlich unter dem 20-Perioden-Simple Moving Average der Bollinger-Bänder um 0,5906 gedeckelt bleibt, was den kurzfristigen Ton insgesamt in einer Spanne hält. Das Paar konsolidiert sich in der unteren Hälfte des jüngsten Bollinger-Kanals, wobei der Relative Strength Index (14) nahe 44 verharrt und damit auf ein gedämpftes Abwärtsmomentum statt auf eine klare bärische Ausweitung hindeutet.

Auf der Unterseite ergibt sich unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-Durchschnitt nahe 0,5845, wobei das untere Bollinger-Band eine breitere Untergrenze um 0,5820 bildet, falls der Verkaufsdruck wieder zunimmt. Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der Bollinger-Mittellinie um 0,5905, und ein Tagesschlusskurs über dieser Barriere würde den oberen Bandbereich nahe 0,5990 freilegen, wo die Bullen auf eine stärkere Angebotszone treffen könnten.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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