- USD/CAD kämpft am Donnerstag angesichts eines gemischten fundamentalen Umfelds darum, nennenswerte Käufer anzuziehen.
- Wetten auf Zinserhöhungen der Fed und geopolitische Risiken stützen den USD, während höhere Ölpreise den Loonie untermauern.
- Auch die Händler scheinen zögerlich zu sein und ziehen es vor, auf die US-Inflationsdaten zu warten, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.
Das Paar USD/CAD hat Mühe, aus den moderaten Gewinnen des Vortages Kapital zu schlagen, und konsolidiert während der asiatischen Sitzung am Donnerstag knapp oberhalb der Marke von 1,3800. Die Händler scheinen zögerlich zu sein und ziehen es vor, die Veröffentlichung der US-Inflationsdaten abzuwarten, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.
Der Bericht zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) wird später an diesem Donnerstag veröffentlicht, während der US-Verbraucherpreisindex (VPI) am Freitag ansteht. Die entscheidenden Daten werden auf weitere Hinweise zum geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) hin untersucht, was wiederum eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) spielen und dem Paar USD/CAD einen gewissen Impuls verleihen dürfte.
In der Zwischenzeit preisen die Händler eine höhere Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Notenbank auf ihrer geldpolitischen Sitzung am 15. bis 16. September die Kreditkosten anheben wird. Darüber hinaus stützen Inflationsrisiken, die von anhaltend höheren Energiepreisen ausgehen, die Aussichten auf eine unmittelbare Straffung durch die Fed. Dies, zusammen mit den eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran, kommt dem sicheren Hafen Greenback zugute.
In den jüngsten Entwicklungen rund um die Nahost-Krise griff der Iran 10 Schiffe in der Nähe der Straße von Hormus an, nachdem die USA bekannt gegeben hatten, fünf iranische Öltanker im Golf von Oman und in der Nähe der Insel Kharg versenkt zu haben. Dies schürt Sorgen über eine länger anhaltende Unterbrechung der Versorgung, treibt die Rohölpreise auf ein neues Drei-Monats-Hoch und wirkt als Rückenwind für den USD.
Unterdessen bleiben die Renditen US-amerikanischer Anleihen gestützt, da die Anleger von der Ankündigung des US-Finanzministeriums enttäuscht zu sein scheinen, wonach es Anleihen mit Laufzeiten von 10 bis 20 Jahren im Volumen von bis zu 6 Milliarden US-Dollar zurückkaufen werde. Dies trägt zum moderaten Anstieg des USD bei, obwohl die erhöhten Rohölpreise den rohstoffgebundenen Loonie weiterhin stützen und weitere Gewinne des Paares USD/CAD begrenzen könnten.
USD/CAD daily chart
Technical Analysis
Das Paar USD/CAD behält unterhalb des 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 1,3926 einen kurzfristig bärischen Ton bei. Die Position des Paares unter diesem längerfristigen Durchschnitt deutet darauf hin, dass Erholungen vorerst nur korrigierender Natur bleiben, wobei die breitere Struktur auf anhaltende Abwärtsrisiken hindeutet, sofern es den Käufern nicht gelingt, die Marke von 1,3900 zurückzuerobern.
Auf der Abwärtsseite wird ein anhaltender Bruch und eine Akzeptanz unterhalb der Region von 1,3770-1,3765 als neuer Auslöser für bärische Händler angesehen. Dies würde den Weg für eine Fortsetzung des jüngsten, gut etablierten Abwärtstrends ebnen, der in den vergangenen etwa zwei Monaten zu beobachten war.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
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