• NZD/USD steigt im frühen europäischen Handel am Montag auf rund 0,5855.
  • Abkühlende US-Inflation dämpft die Wetten auf Zinserhöhungen der Fed.
  • Die PBoC beließ ihre Leitzinsen am Montag zum 14. Mal in Folge unverändert, wie erwartet.

Das Paar NZD/USD hält sich im frühen europäischen Handel am Montag nahe 0,5855 auf positivem Terrain. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Neuseeland-Dollar (NZD) ab, da weichere US-Inflationsdaten die Händler dazu veranlasst haben, ihre Wetten auf bevorstehende Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) zu reduzieren.

Die letzte Woche veröffentlichten Daten zeigten, dass die US-Verbraucherpreisindex (VPI) Inflation im Juni nachließ, während auch der Erzeugerpreisindex (EPI) schwächer als erwartet ausfiel. Die Märkte rechnen weiterhin damit, dass die Fed bei ihrer nächsten Sitzung am 29. Juli die Zinsen unverändert lässt, wobei Fed Funds Futures eine implizite Wahrscheinlichkeit von 85,6 % für eine Zinspause ausweisen, verglichen mit 61,5 % vor einem Monat, so das CME FedWatch Tool.

Die Präsidentin der Cleveland Fed, Beth Hammack, erklärte am Freitag, dass die Zinsen möglicherweise steigen müssen, um die anhaltende Inflation zu bekämpfen. Unterdessen warnte Fed-Gouverneur Christopher Waller, dass die Entscheidungsträger „mehrere Monate“ anhaltender Abkühlung sehen müssen, bevor Zinserhöhungen vom Tisch genommen werden können.

Am Montag beließ die People's Bank of China (PBOC) ihre Leitzinsen zum 14. Mal in Folge unverändert, wie weithin erwartet. Die einjährige und fünfjährige Loan Prime Rate (LPR) lagen bei 3,00 % bzw. 3,50 %.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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