• NZD/USD stürzt in der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch auf rund 0,5855 ab. 
  • Die RBNZ erhöhte den Official Cash Rate am Mittwoch wie erwartet um 25 Bp auf 2,75%. 
  • Händler warten später am Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten für August, um weitere Hinweise auf den US-Zinskurs zu erhalten.  

Das Paar NZD/USD fällt während des asiatischen Handels am Mittwoch auf nahe 0,5855. Der neuseeländische Dollar (NZD) gerät nach der Zinsentscheidung der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Verkaufsdruck. Die Händler machen sich auf den US-Arbeitsmarktbericht für August gefasst, der später am Freitag veröffentlicht wird. 

Wie allgemein erwartet beschloss die RBNZ nach Abschluss der geldpolitischen Sitzung im August am Mittwoch, ihren Official Cash Rate (OCR) um 25 Basispunkte (Bp) von 2,50% auf 2,75% anzuheben.

Laut der Monetary Policy Review (MPR) ist der Ausschuss der Ansicht, dass eine schrittweise Verringerung des geldpolitischen Stimulus angemessen ist, um die Inflation wieder auf den Mittelpunkt des 2%-Ziels zurückzuführen und gleichzeitig Wachstum und Beschäftigung zu stützen. 

Die neuseeländische Zentralbank erklärte zudem, dass dieser Schritt das Risiko verringert, dass der OCR später noch stärker angehoben werden muss, und fügte hinzu, dass künftige geldpolitische Entscheidungen von der Einschätzung der Entscheidungsträger hinsichtlich des Risikogleichgewichts für die mittelfristige Inflation abhängen werden. 

Die Händler werden die Pressekonferenz von RBNZ-Gouverneurin Dr. Anna Breman im Anschluss an die geldpolitische Sitzung um 03:00 GMT genau verfolgen, um weitere Hinweise auf den Ausblick für Zinserhöhungen in diesem Jahr zu erhalten. 

Die Aufmerksamkeit wird sich am Freitag auf die US-Arbeitsmarktdaten richten, die Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) liefern könnten. Ökonomen erwarten für August einen Anstieg um 58.000 Stellen, während die Arbeitslosenquote im gleichen Zeitraum voraussichtlich bei 4,1% verharren wird. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarkts könnten die Erwartung einer Zinserhöhung der Fed im September untermauern und den Greenback gegenüber dem NZD stützen.   

Kiwi steht unter Druck, da ING eine zu hawkishe RBNZ-Bepreisung feststellt

Analysten bei ING warnen, dass der neuseeländische Dollar anfällig bleibt, und bekräftigen, dass „wir einige Abwärtsrisiken für NZD sehen“, da die aktuellen Markterwartungen offenbar nicht mit der Guidance der Reserve Bank of New Zealand übereinstimmen. Sie weisen darauf hin, dass die Marktbepreisung von „95 Basispunkten bis Juni 2027 viel zu hawkish aussieht“ und argumentieren, dass die Reserve Bank, um einen solchen Pfad zu rechtfertigen, „die Zinsprojektionen deutlich nach oben revidieren müsste“, da die bestehenden Projektionen „derzeit nur eine weitere Zinserhöhung um 25 Basispunkte für die nächsten drei Quartale einpreisen“.

Chart Analysis NZD/USD

Technische Analyse: NZD/USD pendelt um den 100-Tage-SMA, mit neutralem Ausblick

Im Tageschart konsolidiert NZD/USD in einem neutralen Ton, hält sich knapp über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA), notiert aber weiterhin unter dem mittleren Bollinger-Band der 20-Tage-Chart, was auf eine leichte Korrekturphase innerhalb der breiteren Erholung hindeutet. Der Relative Strength Index (14) ist auf etwa 44 gefallen, was auf nachlassendes bullishes Momentum hindeutet, während der Kurs um die mittelfristige Trendunterstützung schwankt.

Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim mittleren Bollinger-Band um 0,5910, wobei das obere Band nahe 0,5985 als sekundäre Begrenzung dient, falls die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen. Auf der Unterseite konzentriert sich die unmittelbare Unterstützung um den aktuellen Bereich, wobei der 100-Tage-SMA bei 0,5845 durch das untere Bollinger-Band nahe 0,5830 gestützt wird; ein entscheidender Bruch unter diese Zone würde einen tieferen Pullback freilegen, während ein Halten darüber dem Paar insgesamt Unterstützung für einen weiteren Anlauf in Richtung der 0,5910er Region geben würde.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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