• NZD/USD fällt, da ein stabiler US-Dollar durch erneute geopolitische Spannungen in der Straße von Hormus Unterstützung findet.
  • Händler erwarten, dass die Fed die Zinsen in diesem Monat und im September unverändert lässt.
  • ING erwartet, dass die RBNZ an diesem Mittwoch eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte auf 2,50 % vornimmt.

NZD/USD gibt zum zweiten Tag in Folge leicht nach und handelt am Dienstag während der asiatischen Handelszeit um 0,5700. Das Währungspaar wertet ab, da der US-Dollar (USD) sich behauptet, was auf die erneuten geopolitischen Spannungen in der Straße von Hormus zurückzuführen sein könnte.

Bloomberg berichtete unter Berufung auf einen US-Beamten, dass der Iran am späten Montag mindestens zwei Raketen auf Handelsschiffe abfeuerte, die die strategische Wasserstraße passieren. Während zwei Schiffe erhebliche Schäden erlitten, wurden keine Opfer gemeldet. Separat bestätigte die UK Maritime Trade Operations (UKMTO), dass ein südwärts fahrender Tanker an seiner Backbordseite von einem unbekannten Projektil getroffen wurde, was an Bord ein Feuer auslöste.

Die Marktteilnehmer reduzierten ihre Erwartungen an Zinserhöhungen der Federal Reserve in diesem Monat und im September. Diese Stimmungsänderung folgte auf einen abkühlenden Arbeitsmarktbericht, der zeigte, dass im April, Mai und Juni weniger Arbeitsplätze geschaffen wurden als von der Wall Street erwartet. Zudem hat ein jüngster Rückgang der Rohölpreise, bedingt durch eine Produktionssteigerung der OPEC+ und ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran, den allgemeinen Inflationsdruck gemildert und die Dringlichkeit für eine aggressive Fed-Politik abgeschwächt.

Trotz eines starken Einbruchs der Ölpreise erwartet ING, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) am Mittwoch eine 25 Basispunkte umfassende „Versicherungs“-Zinserhöhung auf 2,50 % vornehmen wird. Das Unternehmen warnt jedoch, dass die Straffung eine einmalige Maßnahme sein könnte, die dem neuseeländischen Dollar (NZD) wenig anhaltendes Aufwärtsmomentum verleiht.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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