Der Kupfermarkt richtet seinen Blick nach Einschätzung der Commerzbank auf einen möglichen US-Einfuhrzoll von 15 Prozent auf raffiniertes Kupfer. Sollte der Zoll wie geplant Anfang 2027 eingeführt werden, könnte dies die Nachfrage und die Preise in den USA vorübergehend deutlich ankurbeln. Gleichzeitig verweist Commerzbank-Analystin Barbara Lambrecht auf eine nachlassende Förderung in Chile, was die Sorgen über eine knappe globale Versorgung mit Kupfererz verstärkt.

US-Zollpläne und rückläufige Förderung in Chile

„Dass bislang kein Bericht von Lutnick vorliegt, hat die Kupferpreise unter Druck gesetzt.“

„Sollte er sich für die Einführung des Einfuhrzolls entscheiden, würde dieser am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Bis dahin dürfte dies in den USA einen deutlichen Nachfrageschub auslösen und den Kupferpreis nach oben treiben.“

„Sollte ein Einfuhrzoll ausgeschlossen werden, könnte sich der Markt etwas entspannen.“

„Denn ausgerechnet an der empfindlichsten Stelle der globalen Kupferproduktion verschärft sich die Lage offenbar: Nach Angaben des chilenischen Statistikamts lag die Kupferminenproduktion im Mai knapp 13 Prozent unter dem Vorjahresniveau, nachdem bereits die Zahlen für April enttäuscht hatten.“

„Noch im Frühjahr war die chilenische Kupferkommission Cochilco für dieses Jahr lediglich von einem leichten Produktionsrückgang um 2 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr hatte sie anschließend eine Erholung um 4 Prozent prognostiziert.“

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