Die Commerzbank verweist auf einen Anstieg der südkoreanischen Exporte um mehr als 50 % gegenüber dem Vorjahr in den ersten 20 Tagen des Juli. Damit verzeichnete das Land den siebten Monat in Folge ein zweistelliges Wachstum. Haupttreiber waren Halbleiter sowie die starke Nachfrage nach Rechenzentren für Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz. Zugleich hat die Bank of Korea einen Zinserhöhungszyklus eingeleitet und stellt einen Leitzins von rund 3,0 % in Aussicht. Regierungsvertreter rechnen zudem damit, dass stärkere Dollar-Terminverkäufe der Unternehmen und zusätzliche Kapitalzuflüsse den südkoreanischen Won stützen könnten, obwohl USD/KRW zuletzt gestiegen ist.

Notenbank erhöht Zinsen - KI-Nachfrage beflügelt den Außenhandel

„Die südkoreanischen Exporte sind in den ersten 20 Tagen des Juli im Vergleich zum Vorjahr um 52,3 % gestiegen, nach 60,4 % im entsprechenden Zeitraum des Juni. Damit wurde im siebten Monat in Folge ein zweistelliges Exportwachstum verzeichnet. Dies deutet darauf hin, dass die Auslandsnachfrage trotz anhaltender Störungen der Lieferketten infolge der erneut aufgeflammten Spannungen im Nahen Osten robust bleibt.“

„In der Geldpolitik hat die Bank of Korea in der vergangenen Woche den Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,75 % angehoben. Es war die erste Zinserhöhung seit drei Jahren. Zur Begründung verwies die Notenbank auf den erhöhten Preisdruck sowie auf Risiken für die Finanzstabilität infolge des schwachen Won und steigender Immobilienpreise.“

„Es wird erwartet, dass die Notenbank den Leitzins in diesem Jahr um weitere 25 Basispunkte anhebt und ihn damit auf 3,0 % erhöht. Dies entspräche der mittleren Zinsprognose der Bank of Korea im jüngsten Punktediagramm.“

„Am Devisenmarkt stieg USD/KRW gestern aufgrund des festeren US-Dollars um 0,3 % auf 1.482. Dennoch zeigte sich der stellvertretende Finanzminister Moon Ji-sung zuversichtlich, dass der Won in der zweiten Jahreshälfte durch verstärkte Terminverkäufe von US-Dollar seitens der Unternehmen aufwerten könnte. Dies könne, so Moon, ‚die Stimmung unter Privatanlegern verändern und die Aufwertung des Won zusätzlich beschleunigen‘.“

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