Der stellvertretende Gouverneur der Reserve Bank of Australia (RBA), Chris Kent, sagte am Donnerstag, dass Zinserhöhungen die erwartete Wirkung entfalten. Kent fügte hinzu, dass weitere Zinserhöhungen möglich seien, falls Risiken auftreten.
Wichtige Zitate
Zinserhöhungen bei der Cash Rate erzielen die beabsichtigte Wirkung.
Ein erhöhter Wechselkurs trägt dazu bei, die Inflation einzudämmen, indem er die inländischen Importpreise senkt.
Die Cash Rate liegt nahe dem oberen Ende der Spanne der zentralen Schätzungen des neutralen Zinssatzes aus verschiedenen Modellen.
Die Schätzungen des neutralen Zinssatzes sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet.
Die Bedingungen am Wohnungsmarkt haben sich in den letzten Monaten deutlich abgeschwächt.
Steueränderungen im Bundeshaushalt haben die Nachfrage im bestehenden Wohnungsmarkt wahrscheinlich gedämpft.
Erhebliche Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur stützen das Wachstum der Gesamtnachfrage.
Der Vorstand wird die breiten Faktoren, die die finanziellen Bedingungen beeinflussen, sorgfältig abwägen.
Gouverneurin Bullock hebt die Unsicherheit und Aufwärtsrisiken für die Inflation hervor.
Die Produktivität war sehr enttäuschend, was die Inflationsherausforderung erschwert
Weitere Zinserhöhungen sind möglich, wenn Risiken auftreten.
Die Bewertungen in bestimmten Aktienmärkten erscheinen recht hoch.
Es besteht keine dringende Notwendigkeit, Reserven in andere Währungen umzuschichten.
Es wird eine Historie der bereinigten Durchschnittsinflation benötigt, um sich statt auf den Quartalsbericht auf den monatlichen VPI-Bericht zu konzentrieren.
Daten zur bereinigten Durchschnittsinflation werden für einige Jahre benötigt, vielleicht drei Jahre.
Dem Vorstand ist bewusst, dass einige Faktoren zusammenkommen müssen, damit die Inflation sinkt.
Marktreaktion
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert das Währungspaar AUD/USD um 0,03% höher bei etwa 0,7064.
RBA - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.
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