• USD/CAD stabilisiert sich nach dem jüngsten Rückgang auf ein Zweimonatstief, da Händler gespannt auf den US-VPI-Bericht warten.
  • Steigende Rohölpreise stützen den Loonie weiterhin und begrenzen weitere Gewinne des Paares.
  • Die Konfrontation zwischen den USA und dem Iran sowie Wetten auf Zinserhöhungen der Fed stützen den sicheren Hafen USD und begrenzen die Verluste bei den Kassakursen.

Das Paar USD/CAD legt während der asiatischen Sitzung am Mittwoch leicht zu und beendet damit eine dreitägige Verlustserie bis in den Bereich von 1,3915 bzw. auf den niedrigsten Stand seit dem 10. Juni. Den Kassakursen fehlt es jedoch an bullischer Überzeugung, und sie handeln um 1,3930, während sie auf die Veröffentlichung der jüngsten US-Inflationsdaten warten.

Der entscheidende US-Verbraucherpreisindex (VPI), der später heute ansteht, sowie der Erzeugerpreisindex (EPI) am Donnerstag werden nach neuen Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) durchsucht. Der Ausblick wiederum wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) kurzfristig zu beeinflussen und dem Paar USD/CAD neuen Auftrieb zu verleihen. In der Zwischenzeit könnte eine Kombination aus gegenläufigen Kräften Händler davon abhalten, aggressive bullische Wetten einzugehen oder sich auf eine nennenswerte Aufwertung zu positionieren.

Die Rohölpreise stiegen am Dienstag auf ein Eineinhalb-Wochen-Hoch, nachdem ein Berater des iranischen Obersten Führers Mojtaba Khamenei erklärt hatte, dass die Straße von Hormus erst geöffnet werde, wenn die USA Teherans Forderungen erfüllten. Hinzu kommt, dass die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Bab-el-Mandeb-Straße eskalierten und saudische Schiffe ins Visier nahmen. Dies hält Kriegsrisikoprämien im Spiel und wirkt als Rückenwind für das schwarze Gold, was den rohstoffgebundenen Loonie stützen sollte.

Unterdessen sorgen sich Anleger weiterhin, dass erhöhte Energiepreise den Inflationsdruck neu entfachen und die US-Notenbank zu einer hawkishe Haltung zwingen könnten. Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen Händler derzeit mit einer Wahrscheinlichkeit von über 75% ein, dass die Fed die Kreditkosten bis zum Jahresende anheben wird. Dies verleiht zusammen mit anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten dem sicheren Hafen Greenback etwas Unterstützung und hilft, die Abwärtsbewegung des Paares USD/CAD zu begrenzen, was für Bären Vorsicht gebietet.

USD/CAD daily chart

Chart Analysis USD/CAD

Technical Analysis

Das Paar USD/CAD liegt knapp über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3919 und dem 50,0%-Fibonacci-Retracement der Mai-Juni-Rallye, was auf eine zugrunde liegende Nachfrage nach dem jüngsten Pullback hindeutet. Auf der Oberseite ergibt sich der erste Widerstand am 38,2%-Fibo.-Retracement bei 1,3980, gefolgt von der stärkeren Barriere am 23,6%-Retracement nahe 1,4081, vor dem Zyklushoch-Anker bei 1,4244.

Allerdings würde ein Bruch unter den 100-Tage-SMA und das 50,0%-Retracement bei 1,3898 das Paar USD/CAD anfällig machen, um das 61,8%-Niveau bei 1,3817 sowie die anschließenden Fibonacci-Unterstützungen bei 1,3701 und 1,3553 zu testen.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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Das sollten Sie am Mittwoch, den 12. Juli, im Blick behalten:

Der US Dollar Index (DXY) notiert wenig verändert in der Nähe der Marke von 100,00 vor dem für Mittwoch erwarteten US-Verbraucherpreisindex (VPI) für Juli. Anleger erwarten, dass der Jahreswert des Berichts unter dem Wert vom Juni liegen wird, was die Wetten auf eine Zinserhöhung durch die Federal Reserve (Fed) verringert und den US-Dollar belastet.

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