- Der Kanadische Dollar bleibt trotz Unterstützung durch steigende Ölpreise gegenüber dem US-Dollar unter Druck.
- Die Märkte bevorzugen weiterhin den Greenback, da die Anleger mehrere Zinserhöhungen der Federal Reserve in diesem Jahr erwarten.
- Scotiabank erklärt, dass der Kanadische Dollar trotz einer Verringerung seiner Unterbewertung durch Handelsunsicherheiten belastet bleibt.
USD/CAD setzt seinen Anstieg am zweiten Tag in Folge fort und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung am Montag bei rund 1,4230, was einem Tagesplus von 0,20 % entspricht. Trotz höherer Ölpreise, die normalerweise den rohstoffgebundenen Kanadischen Dollar (CAD) stützen würden, bleibt der Loonie gegenüber dem US-Dollar (USD) unter Druck, da die Anleger weiterhin den Greenback bevorzugen.
Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus kehrt nach Störungen am Wochenende allmählich zur Normalität zurück, während die Organisation der erdölexportierenden Länder und ihre Verbündeten (OPEC+) eine Produktionssteigerung von 188.000 Barrel pro Tag für den nächsten Monat genehmigten, angeführt von Saudi-Arabien und Russland. Die Entscheidung wird als Zeichen des Vertrauens in die regionale Stabilität gewertet, hat jedoch auch Bedenken hinsichtlich eines möglichen globalen Angebotsüberschusses wiederbelebt.
Der US-Dollar setzt seine Stärke fort, da die Märkte weitere geldpolitische Straffungen durch die Federal Reserve (Fed) erwarten. Laut dem CME FedWatch Tool preisen die Anleger eine 76,9%ige Wahrscheinlichkeit für zusätzliche Zinserhöhungen bis zum Jahresende ein. Die Marktteilnehmer warten nun auf die Veröffentlichung des Protokolls der Fed-Sitzung im Juni am Mittwoch, um weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick zu erhalten.
Unterdessen sank der US-ISM-Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor im Juni leicht auf 54 von zuvor 54,5 und entsprach damit den Markterwartungen. Die Umfrage zeigte schwächere Neuaufträge und geringere bezahlte Preise, während der Beschäftigungsindex sich verbesserte, was darauf hindeutet, dass der US-Dienstleistungssektor weiterhin in solidem Tempo wächst.
Laut Scotiabank behält der Kanadische Dollar trotz engerer kurzfristiger Zinsdifferenzen zwischen Kanada und den Vereinigten Staaten (USD) eine schwache Tendenz bei. Die Bank weist darauf hin, dass die Bestätigung der Nichtverlängerung des United States-Mexico-Canada Agreement (USMCA) die Handelsunsicherheit für kanadische Exporteure verlängert. Analysten erwarten zudem, dass die Business Outlook Survey der Bank of Canada (BoC) dieses vorsichtige Umfeld widerspiegeln wird. Während der Kanadische Dollar fundamental unterbewertet bleibt, ist Scotiabank der Ansicht, dass sich diese Unterbewertung stetig verringert hat, was das Aufwärtspotenzial der Währung kurzfristig begrenzt.
Kanadischer Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Kanadischer Dollar (CAD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Kanadischer Dollar war am stärksten gegenüber dem Japanischer Yen.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.17% | -0.01% | 0.60% | 0.24% | 0.08% | 0.49% | 0.46% | |
| EUR | -0.17% | -0.18% | 0.43% | 0.07% | -0.07% | 0.33% | 0.27% | |
| GBP | 0.01% | 0.18% | 0.61% | 0.23% | 0.06% | 0.52% | 0.48% | |
| JPY | -0.60% | -0.43% | -0.61% | -0.38% | -0.52% | -0.14% | -0.10% | |
| CAD | -0.24% | -0.07% | -0.23% | 0.38% | -0.17% | 0.26% | 0.24% | |
| AUD | -0.08% | 0.07% | -0.06% | 0.52% | 0.17% | 0.43% | 0.40% | |
| NZD | -0.49% | -0.33% | -0.52% | 0.14% | -0.26% | -0.43% | -0.04% | |
| CHF | -0.46% | -0.27% | -0.48% | 0.10% | -0.24% | -0.40% | 0.04% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Kanadischer Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CAD (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.
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Das sollten Sie am Freitag, den 3. Juli, im Blick behalten:
Die Märkte starten die Woche relativ ruhig, da die Anleger auf eine Normalisierung der Handelsbedingungen nach einem dreitägigen Wochenende in den Vereinigten Staaten warten. In der zweiten Tageshälfte werden im US-Wirtschaftskalender die Daten zum Einkaufsmanager-Index für den Dienstleistungssektor (Services PMI) des Institute for Supply Management für Juni veröffentlicht, und die Bank of Canada wird ihre Business Outlook Survey publizieren. Zudem werden mehrere Vertreter großer Zentralbanken Reden halten.