- USD/JPY gibt während der asiatischen Sitzung angesichts einer Kombination negativer Faktoren nach.
- Interventionsrisiken stützen den JPY, während rückläufige US-Anleiherenditen den USD belasten.
- Händler blicken auf den US-EPI, um vor der Rede von Fed-Chef Warsh am Freitag neue Impulse zu erhalten.
Das Paar USD/JPY setzt den gestrigen Abwärtsrutsch nach der Zurückweisung aus dem Bereich von 159,00, einem Dreiwochenhoch, fort und zieht am Donnerstag während der asiatischen Sitzung weitere Anschlussverkäufe an. Die Abwärtsbewegung drückt den Kassakurs in der letzten Stunde auf ein Einwochentief im Bereich von 157,60 und wird von einer Kombination von Faktoren getragen.
Die Händler bleiben angesichts der Spekulationen, dass die japanischen Behörden erneut eingreifen werden, um die heimische Währung zu stützen, in Alarmbereitschaft. Zudem hielt die Bank of Japan (BoJ) an ihrem schrittweisen Straffungskurs fest, nachdem sie ihren Leitzins im September auf ein 31-Jahreshoch von 1,25% angehoben hatte. Tatsächlich sagte BoJ-Vorstandsmitglied Junko Koeda, dass die Zentralbank den Leitzins zeitnah anpassen sollte, wobei sie die wirtschaftlichen und preislichen Bedingungen sowie den geschätzten Bereich des neutralen Zinssatzes im Blick behalten müsse, was den japanischen Yen (JPY) stärkt.
Unterdessen erwies sich die erste Reaktion auf den heißer als erwarteten Bericht zum US-Verbraucherpreisindex (VPI), der am Mittwoch veröffentlicht wurde, angesichts der Erwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) im Oktober auf eine Zinserhöhung verzichten wird, als nur von kurzer Dauer. Dies führte zu einem weiteren Rückgang der US-Anleiherenditen, löste einige Anschluss-Gewinnmitnahmen beim US-Dollar (USD) aus und setzte das Paar USD/JPY weiter unter Druck.
Dennoch preisen Händler weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von über 85% ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bis zum Jahresende anheben wird. Hinzu kommt, dass Inflationsrisiken, die von volatilen Energiepreisen ausgehen, die Aussichten auf eine weitere Straffung untermauern. Dies könnte zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten die USD-Verluste begrenzen. Zudem deuten Berichte darauf hin, dass BoJ-Vertreter dazu neigen, bei der Sitzung im Oktober auf eine Zinserhöhung in direkter Folge zu verzichten, was den JPY deckeln und dem Paar USD/JPY etwas Unterstützung bieten könnte.
Händler warten nun auf die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (EPI), die im Laufe des heutigen Tages ansteht. Darüber hinaus wird die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs hin untersucht werden, was die kurzfristige Kursdynamik des USD maßgeblich beeinflussen und dem Paar USD/JPY einen bedeutenden Impuls verleihen dürfte.
USD/JPY 4-Stunden-Chart
Technische Analyse
Das Paar USD/JPY durchbricht auf dem 4-Stunden-Chart die entscheidende Unterstützung des 100-Perioden Simple Moving Average (SMA), wobei die Bären nun auf eine Bestätigung unterhalb des 23,6%-Fibonacci-Retracement-Levels warten, bevor sie neue Wetten eingehen. Der anschließende Rückgang könnte sich bis zum 38,2%-Level bei 156,71 ausweiten. Tiefere Pullbacks würden das 50,0%-Retracement bei 155,98 und das 61,8%-Level bei 155,25 freilegen, während das 78,6%-Retracement bei 154,21 und das 100,0%-Level bei 152,88 weiter entfernte strukturelle Böden markieren. Auf der Oberseite wird der Widerstand zunächst durch den 100-Perioden-SMA bei 157,97 definiert, wobei das Swing-Hoch bei 159,07 als stärkere Barriere fungiert, falls die Bullen die Kontrolle zurückgewinnen.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
US-Dollar - heute
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.48% | -0.32% | -0.39% | -0.22% | 0.30% | -0.27% | -0.65% | |
| EUR | 0.48% | 0.15% | 0.05% | 0.27% | 0.81% | 0.20% | -0.18% | |
| GBP | 0.32% | -0.15% | -0.08% | 0.09% | 0.63% | 0.05% | -0.34% | |
| JPY | 0.39% | -0.05% | 0.08% | 0.18% | 0.74% | 0.12% | -0.25% | |
| CAD | 0.22% | -0.27% | -0.09% | -0.18% | 0.53% | -0.04% | -0.43% | |
| AUD | -0.30% | -0.81% | -0.63% | -0.74% | -0.53% | -0.58% | -0.97% | |
| NZD | 0.27% | -0.20% | -0.05% | -0.12% | 0.04% | 0.58% | -0.39% | |
| CHF | 0.65% | 0.18% | 0.34% | 0.25% | 0.43% | 0.97% | 0.39% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
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Das australische Statistikamt wird den Beschäftigungsbericht für September am Donnerstag um 00:30 GMT veröffentlichen. Der australische Dollar könnte stark auf die Arbeitsmarktdaten reagieren, wenn die Zahlen die Markterwartungen für eine weitere Zinserhöhung durch die Reserve Bank of Australia später in diesem Jahr deutlich verändern.