- USD/JPY gibt nach, da Optimismus in Bezug auf die Straße von Hormus die Fed-Zinserhöhungswetten ausgleicht und den USD belastet.
- Japans fiskalische Probleme und die große US-Japan-Zinsdifferenz könnten den JPY begrenzen und die Spotpreise stützen.
- Händler warten am Freitag auf den Tokio-VPI und die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh für neue Impulse.
Das Paar USD/JPY zieht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag einige Verkäufer an und beendet damit eine dreitägige Gewinnserie, obwohl das Abwärtspotenzial begrenzt erscheint. Die Spotpreise handeln derzeit über der 159,00-Marke, da der Fokus weiterhin auf den Inflationsdaten aus Tokio und dem Jackson-Hole-Symposium am Freitag liegt.
Unterdessen begrenzen der Optimismus über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran sowie die Wiedereröffnung der Straße von Hormus den durch die leicht heißen US-Inflationsdaten ausgelösten Anstieg des US-Dollar (USD) und setzen das Paar USD/JPY etwas unter Druck. Russische Staatsmedien berichteten, dass die USA und der Iran ein neues Waffenstillstandsabkommen erzielt hätten, das in den kommenden Tagen bekannt gegeben werden solle. Ein weiterer Bericht besagte, dass Iran und Oman sich auf kommerzielle Schifffahrtsrouten durch die Straße von Hormus geeinigt hätten.
Dies dämpft die Erwartungen auf mindestens eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) im Jahr 2026 und hält die USD-Bullen in der Defensive. Das US-Handelsministerium berichtete am Mittwoch, dass der Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) im Juli im Jahresvergleich um 3,7% gestiegen ist, unverändert gegenüber dem Vormonat und leicht über den Konsensschätzungen. Dies deutet auf weiterhin hartnäckige Inflation hin und stützt die Argumente für eine geldpolitische Straffung durch die Fed.
Daher wird die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh am Freitag genau auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs hin untersucht werden, die eine Schlüsselrolle für die kurzfristige USD-Preisdynamik spielen werden. Der japanische Yen (JPY) hingegen könnte angesichts der Sorgen über die sich verschlechternde fiskalische Lage Japans und der weiterhin großen US-Japan-Zinsdifferenz trotz der Wetten auf schnellere Zinserhöhungen der Bank of Japan Schwierigkeiten haben, nennenswerte Käufer anzuziehen. Dies mahnt USD/JPY-Bären zur Vorsicht.
USD/JPY 4-hour chart
Technische Analyse:
Das Paar USD/JPY behält auf dem 4-Stunden-Chart oberhalb des 100-period Simple Moving Average (SMA) und des 38,2%-Fibonacci-Retracements des Rückgangs von einem Vier-Jahrzehnte-Hoch einen konstruktiven bullishen Ton bei. Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 50,0%-Retracement bei 159,63, gefolgt von den 61,8%- und 78,6%-Fibo.-Niveaus bei 160,66 bzw. 162,13, vor der Zyklus-Hochzone nahe 163,99.
Auf der Unterseite liegt die anfängliche Unterstützung beim 100-period SMA bei 158,88, wobei sich die tiefere Nachfrage beim 38,2%-Retracement bei 158,60 sowie bei den unteren Fibonacci-Unterstützungen bei 157,33 und 155,27 befindet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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