Äußerungen des Sprechers des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, die während der europäischen Handelssitzung am Montag veröffentlicht wurden, deuten darauf hin, dass Teheran keine Gespräche mit den Vereinigten Staaten (US) über die Wiedereröffnung der Straße von Hormus führt, einem kritischen Engpass für fast 20% des weltweiten Energieangebots.

Äußerungen

Wir führen derzeit keine Gespräche mit den USA, die Gespräche über die Straße von Hormus finden mit Oman statt.

Wir arbeiten mit Oman an einer vorübergehenden sicheren Route durch die Straße von Hormus.

Eine Einigung mit Oman über die Route reicht für die Wiedereröffnung der Straße nicht aus, solange die US-„Aggression“ anhält, wird die Lage unverändert bleiben.

Marktreaktion

Trotz der Veröffentlichung von Baghaeis Äußerungen aus dem Iran ist keine unmittelbare Auswirkung auf den Ölpreis zu sehen. Bei Redaktionsschluss notiert der WTI-Ölpreis 7,45% niedriger bei rund 78,70 USD.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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