Die ING-Ökonomen Peter Virovacz und Zoltán Homolya stellen fest, dass die Inflation in Ungarn im Januar deutlich auf 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken ist und damit unter dem Zielwert der Ungarischen Nationalbank von 3 Prozent liegt. Auch die Kerninflation fiel unter die Zielmarke, begünstigt durch staatliche Preisdeckelungsmaßnahmen und einen starken Forint. Nach Einschätzung der Experten erhöht dies die Wahrscheinlichkeit von Zinssenkungen um 25 Basispunkte im Februar und März. Die durchschnittliche Inflation im Jahr 2026 wird nun näher bei 3 Prozent gesehen.

Niedrige Verbraucherpreise stärken Argumente für Lockerung

„Ungarns Inflationsrate ist im Januar 2026 deutlich gefallen, wie jüngste Daten des Ungarischen Zentralamts für Statistik (HCSO) zeigen. Dieses Mal sind günstige Entwicklungen in nahezu allen Bereichen zu beobachten. Die Jahresinflationsrate von 2,1 Prozent lag unter dem Marktkonsens, entsprach jedoch weitgehend unserer Prognose.“

„Auch die Kerninflationsrate, bereinigt um volatile Komponenten, entwickelte sich günstig und sank auf 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Es ist das erste Mal seit Januar 2019, dass sowohl die Kern- als auch die Gesamtinflation unter das 3-Prozent-Ziel der Zentralbank gefallen sind. Natürlich ist bekannt, dass die niedrige Inflation teilweise künstlich bedingt ist durch die staatlichen Preisdeckelungsmaßnahmen sowie einige verzögert umgesetzte Steuer- und Verbrauchsteuererhöhungen.“

„Sollten sich diese niedrigen Inflationswerte in den kommenden Monaten bestätigen, könnten die Inflationserwartungen der Verbraucher unserer Ansicht nach endlich deutlich nachgeben. Dies erscheint insbesondere dann wahrscheinlich, wenn sich der Preisauftrieb im Februar weiter abschwächt, wie wir erwarten und eine Rate von 1,5 Prozent erreicht (oder sich diesem Wert annähert). Zudem dürfte der Indikator niedrig bleiben, da die Preisdeckelungsmaßnahmen erneut um drei Monate verlängert wurden.“

„Vor diesem Hintergrund dürfte sich auch die erwartete Wiederbeschleunigung der Inflation auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 verschieben. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Inflation im Jahresdurchschnitt eher bei rund 3 Prozent liegt – im Gegensatz zu unserer jüngsten Prognose von 3,3 Prozent.“

„Dass Gesamt- und Kerninflation im Januar unter 3 Prozent gefallen sind, die Dienstleistungsinflation günstig ausfällt, Preismaßnahmen verlängert wurden, der Forint stark bleibt und der Markt Zinssenkungen im Februar und März einpreist, gibt die Richtung für die Geldpolitik klar vor. Unserer Einschätzung nach könnte die Zentralbank den Leitzins sowohl im Februar als auch im März um jeweils 25 Basispunkte senken. Ein Ausbleiben dieses Schritts erwarten wir nur, falls ein weiteres bedeutendes geopolitisches Ereignis in den kommenden Wochen eine anhaltende Schwächung des Forint auslöst.“

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