Ökonomen der Royal Bank of Canada (RBC), Nathan Janzen und Abbey Xu, rechnen damit, dass die Verbraucherpreisinflation in Kanada im Juni auf 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen ist, nach 3,2 Prozent im Mai. Hauptgrund dürften niedrigere Energiepreise sein. Die Kerninflation ohne Nahrungsmittel und Energie dürfte dagegen bei rund 1,6 Prozent verharren. Nach Einschätzung der Experten dürfte die Bank of Canada ihren Leitzins bis 2026 unverändert lassen, während sich die Inflation schrittweise ihrem Ziel von 2 Prozent annähert.
Gesamtinflation schwächt sich ab, Kerninflation bleibt stabil
„Wir erwarten, dass die Gesamtinflation im Jahresvergleich auf 2,8 Prozent gesunken ist, nach 3,2 Prozent im Mai.“
„Abseits der stärker schwankenden Komponenten dürften die Inflationsrisiken insgesamt weitgehend stabil geblieben sein.“
„Wir erwarten, dass die Inflation ohne Nahrungsmittel und Energie bei rund 1,6 Prozent im Jahresvergleich liegt und sich damit gegenüber Mai kaum verändert hat. Die von der Bank of Canada bevorzugten Kerninflationsmaße dürften weiterhin mit einer Inflationsrate im Bereich des 2-Prozent-Ziels im Einklang stehen.“
„Die jüngsten Inflationsberichte weisen weiterhin auf eine Divergenz zwischen der Gesamt- und der zugrunde liegenden Inflation hin. Während die Gesamtinflation durch erhöhte Energiepreise nach oben getrieben wurde, blieben die breiteren Preisauftriebstendenzen vergleichsweise begrenzt.“
„Das entspricht sowohl den jüngsten Prognosen der Bank of Canada als auch unserem Basisszenario. Dieses geht davon aus, dass die Inflation im Prognosezeitraum schrittweise auf das Ziel von 2 Prozent zurückkehrt, während die Zentralbank ihren Leitzins bis 2026 unverändert lässt.“
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