- Indonesische Rupiah kämpft, da die Einzelhandelsumsätze im Jahresvergleich im Mai voraussichtlich um 3,9 % zurückgehen werden.
- Der US-Dollar steht nach der Veröffentlichung der Fed-Protokolle vom Mittwoch vor Herausforderungen.
- Die Protokolle der FOMC-Sitzung zeigen, dass die Entscheidungsträger uneinig sind, ob der Zinssatz von 3,6 % stabil gehalten oder erhöht werden soll.
USD/IDR setzt seine Gewinne am zweiten Tag in Folge fort und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag bei rund 18.140. Die indonesische Rupiah (IDR) hält Verluste vor der für später am Tag erwarteten Veröffentlichung der Einzelhandelsumsätze im Mai. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA werden im weiteren Verlauf der nordamerikanischen Sitzung beobachtet.
Der Aufwärtstrend des Währungspaars USD/IDR könnte begrenzt sein, da der US-Dollar (USD) nach der Veröffentlichung der Fed-Protokolle vom Mittwoch Schwierigkeiten hat. Das Komitee ist tief gespalten hinsichtlich des Inflationsverlaufs, insbesondere ob diese hartnäckig bleibt oder zu sinken beginnt, wenn sich der geopolitische Konflikt im Nahen Osten entspannt.
Während Kevins Warshs Debütsitzung als FOMC-Vorsitzender am 16. und 17. Juni waren die Entscheidungsträger gespalten: Während viele Teilnehmer feststellten, dass der Leitzins voraussichtlich bis zum Jahresende unverändert oder leicht unter dem aktuellen Niveau von 3,6 % bleiben würde, argumentierte eine ebenso lautstarke Gruppe, dass die Zinsen bis zum Jahresende steigen müssten.
Erneute Spannungen zwischen den USA und dem Iran schüren jedoch Ängste vor einer energiegetriebenen Inflation, was die Nachfrage nach dem Greenback als sicheren Hafen ankurbeln könnte. Diese geopolitischen Spannungen haben die Erwartungen verstärkt, dass die Fed die höheren Zinssätze länger beibehalten könnte, um hartnäckigen Preisdruck zu bekämpfen. Laut dem CME FedWatch-Tool haben Swap-Händler die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der nächsten Fed-Sitzung auf über 30 % erhöht, ein deutlicher Anstieg gegenüber weniger als 20 % in der vergangenen Woche.
Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.
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