Es ist wie in einem Autorennen, bei dem ein aufstrebender Herausforderer sich mutig auf die Strecke begibt, um gegen den unbestrittenen Champion anzutreten. Die Rede ist hier von Fisker, einem Unternehmen, das sich auf dem steinigen Weg befindet, den Elektroauto-Giganten Tesla herauszufordern. Doch während Tesla weiterhin die Pole Position hält, scheint Fisker auf dem Kurs der finanziellen Herausforderungen von der Strecke abzukommen.
Die jüngsten Turbulenzen bei Fisker begannen mit einem finanziellen Auspuffleck, das die Zukunft des Unternehmens gefährdet. Eine öffentliche Warnung an Anleger ließ den Aktienkurs wie ein platter Reifen in sich zusammenfallen, ein Minus von fast 45 Prozent im US-Handel am vergangenen Freitag. Es ist, als hätte jemand den Strom abgedreht und das Fahrzeug ins Dunkel der Unsicherheit gestoßen.
Um aus dieser misslichen Lage herauszukommen, wirft Fisker nun seinen Rettungsanker aus und sucht verzweifelt nach einem neuen Geldgeber. Gespräche mit einem "großen Autobauer" sind im Gange, in der Hoffnung auf eine Investition, die nicht nur frisches Kapital bringt, sondern auch eine Partnerschaft zur gemeinsamen Entwicklung neuer Elektroauto-Plattformen und Produktion in Nordamerika ermöglicht. Der Name des potenziellen Lebensretters bleibt jedoch ein Geheimnis, als wäre es ein wertvolles Juwel, das in einem Safe versteckt ist.
Henrik Fisker, der Kopf hinter dem Unternehmen, versucht die Gemüter zu beruhigen, indem er auf die Hindernisse verweist, die sie bereits überwunden haben. Die Verzögerungen beim SUV-Modell Ocean aufgrund von Zulieferproblemen haben das Unternehmen zwar ins Straucheln gebracht, aber sie geben nicht auf. Im vergangenen Jahr wurden knapp über 10.000 Ocean-Fahrzeuge gebaut, von denen jedoch nur eine bescheidene Anzahl tatsächlich Kunden erreichte. Es ist, als würden sie versuchen, Wasser aus einem leckgeschlagenen Boot zu schöpfen, während es ständig weiter einsickert.
Um das Ruder herumzureißen, hat Fisker beschlossen, das Steuer zu drehen und vom Direktvertriebsmodell in den USA und Europa zum Händlermodell überzugehen. Ein radikaler Schritt, der nicht ohne Konsequenzen bleibt. Ein 15-prozentiger Stellenabbau ist geplant, und die Zukunft des Unternehmens hängt maßgeblich vom Erfolg dieser Umstellung ab. Es ist eine harte Realität, die sie jetzt akzeptieren müssen, während sie versuchen, sich aus diesem Schlamassel zu befreien.
Das Ziel für dieses Jahr? Die Auslieferung von 20.000 bis 22.000 Autos an Kunden und Händler. Ein ambitioniertes Ziel, das jedoch wie ein entferntes Blinklicht in einem dichten Nebel erscheint, während Fisker weiterhin versucht, den Weg nach vorne zu finden.
In dieser Geschichte eines Unternehmens, das nach den Sternen greift, während es gleichzeitig versucht, nicht in den Tiefen der finanziellen Schwierigkeiten zu versinken, ist es schwer zu sagen, wie die Geschichte enden wird. Wird Fisker als triumphaler Sieger über die Ziellinie fahren oder wird es auf halber Strecke liegenbleiben, ein weiteres Opfer der gnadenlosen Realität des Unternehmertums? Nur die Zeit wird es zeigen. Bis dahin bleibt Fisker auf dieser holprigen Fahrt, fest entschlossen, den Motor am Laufen zu halten und die Herausforderung anzunehmen, auch wenn die Straße vor ihnen noch so steinig ist.
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