• Der Goldpreis erholt sich auf etwa 4.820 USD in der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag. 
  • Die CME Group hat am Wochenende erneut die Margin-Anforderungen für die beiden Metall-Futures-Kontrakte erhöht. 
  • US-Beamte sagten, dass Iran bereit ist, sich zu treffen und einen Deal auszuhandeln. 

Der Goldpreis (XAU/USD) erholt sich während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag von einigen Verlusten und nähert sich 4.820 USD. Das Edelmetall steigt nach einem historischen Marktrückgang. Allerdings könnte der Aufwärtstrend kurzfristig begrenzt sein, da US-Präsident Donald Trump Kevin Warsh als nächsten Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) nominiert hat. 

Die Nominierung von Warsh zur Leitung der US-Notenbank hat die Erwartungen an eine hawkischere Haltung erhöht. Die Märkte erwarten, dass Warsh zu einer kleineren Bilanz der Fed neigen und die Zinssätze länger hoch halten könnte, was typischerweise den US-Dollar (USD) stärkt und die Attraktivität von zinslosem Gold verringert.

Die Chicago Mercantile Exchange Group (CME), der weltweit führende und vielfältigste Derivatemarkt, hat am Wochenende die Margin-Anforderungen für Gold und Silber erhöht. Diese Maßnahme zwang viele gehebelte Händler, ihre Positionen sofort zu verkaufen, um Kosten zu decken, was einen gewissen Verkaufsdruck auf das gelbe Metall ausübte. 

Die USA und Iran könnten am Freitag in Istanbul diplomatische Gespräche führen, während Trump einen möglichen Militärschlag gegen die Islamische Republik abwägt. Händler werden die Entwicklungen rund um die Verhandlungen genau beobachten. Jegliche Anzeichen für eskalierende Spannungen zwischen den USA und Iran könnten in naher Zukunft traditionelle sichere Anlagen wie Gold stärken. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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