• Die Protokolle des Offenmarktausschusses der Federal Reserve (FOMC) von der Januarsitzung werden am Mittwoch veröffentlicht und könnten die Erwartungen an Zinssenkungen neu gestalten, da die Märkte die Wahrscheinlichkeit von etwa 92 % für eine Beibehaltung der Zinssätze bei 3,50 % bis 3,75 % im März einpreisen.
  • Die Entspannung der US-Iran-Spannungen und die dünne Liquidität aufgrund der chinesischen Neujahrsfeiertage sorgen für eine zweiseitige Volatilität bei sicheren Zuflüssen, während die People's Bank of China im Januar zum fünfzehnten Mal in Folge Goldkäufe ausgeweitet hat.

Der Goldpreis erholt sich am Mittwoch stark, nachdem er in der vorherigen Sitzung um mehr als 2 % gefallen war, da sich die Händler vor den FOMC-Protokollen später am Tag positionieren. Die Federal Reserve (Fed) hielt die Zinssätze im Januar unverändert bei 3,50 % bis 3,75 %, und die Protokolle werden voraussichtlich Details darüber liefern, wie gespalten die Entscheidungsträger über das Tempo zukünftiger Lockerungen sind. Die jüngsten US-Daten waren gemischt: Der Verbraucherpreisindex (VPI) für Januar fiel auf ein Vierjahrestief von 2,4 %, was die Argumentation für Zinssenkungen unterstützt, während die Stärke des Arbeitsmarktes (312.000 neue Arbeitsplätze im Januar) der Fed Spielraum gibt, die Zinssätze beizubehalten. Der Personal Consumption Expenditures Price Index (PCE) am Freitag und das Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das vierte Quartal werden eine datenschwere Woche abrunden. Auf geopolitischer Ebene hat der Fortschritt in den US-Iran-Atomgesprächen einen Teil des Risikoaufschlags abgebaut, der den Goldpreis Ende Januar auf ein Allzeithoch von über 5.595 USD trieb, während ein stärkerer US-Dollar und höhere COMEX-Margenanforderungen zusätzlichen Gegenwind erzeugt haben.

Bullische Tageskerze testet $5.000, während der Stochastische Oszillator neutral bleibt

Im Tageschart eröffnete XAU/USD am Mittwoch nahe $4.880 und erreichte ein Hoch von $5.011, während die Spot-Goldmärkte die Preise fest um die $5.000-Marke halten, die seit der heftigen Umkehr vom Allzeithoch Ende Januar zum Schlüsselkampfplatz geworden ist. Der Preis handelt deutlich über dem steigenden 50-Tage-Exponential Moving Average (EMA) bei $4.712 und dem 200-Tage-EMA bei $4.015, was bestätigt, dass der breitere Aufwärtstrend trotz der Korrektur fest verankert bleibt. Der Stochastische Oszillator befindet sich im neutralen Bereich nahe der Mittellinie, was darauf hindeutet, dass das Momentum ausgewogen ist und Spielraum hat, sich in beide Richtungen zu entwickeln. Wiederholte Tests von $5.000 von unten deuten auf einen Markt hin, der nach Überzeugung sucht; ein nachhaltiger Schluss über $5.100 würde darauf hindeuten, dass die Korrekturphase zu Ende geht und den Weg zu $5.300 und dem Januar-Hoch öffnet. Ein Versagen, $5.000 zu halten, würde den Fokus zurück auf den Unterstützungsbereich von $4.850 und das Tief von $4.400 aus Anfang Februar verschieben.

XAU/USD Tageschart


Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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