• Der Goldpreis zieht den zweiten Tag in Folge Käufer an, unterstützt durch eine Kombination von Faktoren.
  • Sorgen über Trumps Handelszölle und eine leichte Schwäche des USD stützen das Paar XAU/USD.
  • Geringere Wetten auf eine Zinssenkung der Fed rechtfertigen Vorsicht, bevor man sich für eine weitere positive Bewegung positioniert.

Der Goldpreis (XAU/USD) hält sich am Donnerstag in der ersten Hälfte der europäischen Sitzung bei bescheidenen Tagesgewinnen, bleibt jedoch unter dem zu Beginn der Woche erreichten Rekordhoch. Die Anleger sind weiterhin besorgt, dass die Handelszölle von US-Präsident Donald Trump einen globalen Handelskrieg auslösen könnten, was weiterhin als Rückenwind für das sichere Edelmetall wirkt. Darüber hinaus zieht ein neuer Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen den US-Dollar (USD) auf das Wochentief und erweist sich als weiterer Faktor, der die Rohstoffpreise stützt.

Zudem wird erwartet, dass Trumps protektionistische Politik die bereits hohe Inflation in den USA weiter anheizen und den Goldpreis, der als Absicherung gegen steigende Preise gilt, weiter begünstigen wird. Unterdessen bestätigte der am Mittwoch veröffentlichte stärkere US-Verbraucherpreisindex (CPI) die Markterwartungen, dass die Federal Reserve (Fed) an ihrer restriktiven Haltung festhalten und die Zinssätze für einen längeren Zeitraum stabil halten wird. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des zinslosen gelben Metalls, da die Händler nun auf den später am Tag anstehenden US-Erzeugerpreisindex (PPI) blicken. 

Goldpreis-Bullen scheinen angesichts nachlassender Wetten auf Zinssenkungen der Fed unentschlossen

  • Die anfängliche Marktreaktion auf die neuesten US-Verbraucherinflationszahlen erwies sich als kurzlebig, angesichts der Sorgen über die Handelszölle von US-Präsident Donald Trump, die weiterhin den sicheren Hafen Goldpreis begünstigen.
  • Trump unterzeichnete am Montag Exekutivverordnungen zur Verhängung von 25% Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA und versprach auch breitere Reziprozitätszölle, um die Abgaben anderer Regierungen auf US-Produkte auszugleichen.
  • Das US Bureau of Labor Statistics meldete am Mittwoch, dass der US-Verbraucherpreisindex im Januar um 0,5% gestiegen ist – der höchste Anstieg seit August 2023 – und die Jahresrate von 2,9% im Dezember auf 3% gestiegen ist.
  • Unterdessen stieg der Kern-VPI, der Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, auf monatlicher Basis um 0,4% und sprang im Jahresvergleich um 3,3% gegenüber den erwarteten 3,1%, was auf zugrunde liegende Inflationsdrucke hinweist.
  • Fed-Vorsitzender Jerome Powell sagte den US-Gesetzgebern, dass der Kampf gegen steigende Preise noch nicht beendet sei, was bedeutet, dass weitere Zinssenkungen warten müssen, bis klar ist, dass die Inflation auf das Ziel von 2% zurückkehren wird.
  • Der Präsident der Atlanta Fed stellte fest, dass der Arbeitsmarkt unglaublich gut abschneidet und das BIP widerstandsfähiger ist als erwartet, obwohl die neuesten Inflationszahlen zeigen, dass eine sorgfältige Überwachung weiterhin erforderlich ist.
  • Die Marktteilnehmer reagierten schnell und sehen nun nur noch eine Zinssenkung der Fed bis Ende dieses Jahres, was der Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe den größten Tagesanstieg seit Dezember bescherte.
  • Der US-Dollar (USD) hat jedoch Mühe, bedeutende Käufer anzuziehen und verharrt nahe dem unteren Ende seiner wöchentlichen Handelsspanne, die am Mittwoch erreicht wurde, was die USD-denominierte Ware weiter unterstützt.
  • Der US-Wirtschaftskalender am Donnerstag umfasst die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex und die üblichen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, die den USD beeinflussen und dem Paar XAU/USD einige Impulse geben könnten. 

Goldpreis-Rückgänge könnten als Kaufgelegenheit in einem konstruktiven Umfeld gesehen werden

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Aus technischer Sicht bleibt der tägliche Relative Strength Index (RSI) im überkauften Bereich und rechtfertigt Vorsicht, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Die Bullen werden wahrscheinlich eine kurze Pause in der Nähe der $2.942-2.943-Region einlegen, oder dem am Dienstag erreichten Allzeithoch, das nun als unmittelbare starke Barriere für den Goldpreis fungieren sollte. 

Auf der anderen Seite könnte eine Schwäche unterhalb der runden Zahl von $2.900 das nächtliche Zwischentief um die $2.864-Region freilegen. Einige Anschlussverkäufe könnten den Goldpreis anfällig machen, den korrigierenden Rückgang in Richtung der Zwischenunterstützung nahe der $2.834-2.832-Region auf dem Weg zur $2.800-Marke zu beschleunigen.

Wirtschaftsindikator

Erzeugerpreisindex (Jahr)

Der Erzeugerpreisindex welcher durch das Präsidium für Arbeitskostenstatistik veröffentlicht wird, misst die durchschnittliche Preisveränderung von Rohstoffen, welche von den US-Produzenten gekauft wurden. Änderungen am PPI gelten als ein Indikator in Bezug auf die Inflation der Rohstoffpreise. Generell ist ein hoher Wert positiv (oder bullish) für den USD, während eine niedrigere Lesung sich negativ (oder baeirsh) auswirkt.

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Nächste Veröffentlichung: Do Feb. 13, 2025 13:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 3.2%

Vorher: 3.3%

Quelle: US Bureau of Labor Statistics

 

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