• Der Goldpreis fällt in der asiatischen Sitzung am Freitag unter 4.600 USD.
  • Die US-PCE-Daten für Juli schüren Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed; Händler rüsten sich am Freitag für das Jackson-Hole-Symposium.
  • Iranische Beamte sagten, sie bereiteten eine Liste von Bedingungen vor, um die Straße von Hormus zu öffnen.

Der Goldpreis (XAU/USD) zieht während der asiatischen Handelsstunden am Freitag unterhalb von 4.600 USD einige Verkäufer an. Das Edelmetall gibt von einem Drei-Monats-Hoch nach, da die US-Inflationsdaten im Rahmen der Erwartungen die Möglichkeit weiterer Zinserhöhungen der Federal Reserve (Fed) untermauert haben. Händler warten auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh auf dem Jackson-Hole-Wirtschaftssymposium am Freitag, um neue Impulse zu erhalten.

Die Kerninflation des Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das von der Fed bevorzugte Inflationsmaß, blieb im Juli im Jahresvergleich bei 3,3 % stabil, wie das US Bureau of Economic Analysis (BEA) am Mittwoch mitteilte. Dieser Wert entsprach den Markterwartungen. Auf Monatsbasis stiegen sowohl der Gesamt-PCE-Preisindex als auch der Kern-PCE-Preisindex im Juli um 0,2 %.

Nach der Veröffentlichung der Daten erhöhten die Marktteilnehmer ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September deutlich. Laut dem CME FedWatch Tool stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed im September auf 40 % von 36 % vor der Veröffentlichung der Daten. Dies wiederum könnte auf das gelbe Metall drücken. Gold wird häufig als Absicherung gegen Inflation verwendet, wirft jedoch keine Zinsen ab, was es bei hohen Zinssätzen weniger attraktiv macht.

Andererseits könnte der Optimismus hinsichtlich einer Wiedereröffnung der Straße von Hormus inmitten diplomatischer Bemühungen unter Einbeziehung des Iran und Omans die durch Öl getriebenen Inflationssorgen lindern und den Abwärtsspielraum für Gold begrenzen. 

Irans Sicherheitschef Mohsen Rezaei sagte am Freitag, Teheran bereite als Reaktion auf eine Bitte der Vermittler eine Liste seiner Bedingungen für die Öffnung der Straße von Hormus vor, und fügte hinzu, dass zu den Bedingungen ein Ende des Krieges in der Region gehöre, so Reuters. 

Die Goldstimmung gilt als widerstandsfähig, selbst wenn die Fed hawkischer wird

Laut TD Securities bleibt eine Veränderung im Ton von Fed-Chef Warsh ein wesentliches Risiko für das Edelmetall, wobei die Bank warnt, dass "ein stärker hawkisher Ton von Fed-Chef Warsh ein Auslöser für eine gewisse Umkehr beim gelben Metall wäre." Die Strategen argumentieren jedoch, dass "die Messlatte wahrscheinlich hoch liegt, um die verbesserte Stimmung bei Edelmetallen umzukehren," was darauf hindeutet, dass jede geldpolitische Überraschung erheblich ausfallen müsste, um den derzeit konstruktiven Hintergrund für Gold spürbar zu beeinträchtigen.

XAU/USD-Tageschart

Chart Analysis XAU/USD

Technische Analyse: Der Goldpreis behält oberhalb des 100-Tage-SMA einen konstruktiven Ausblick bei

Auf dem Tages-Chart hält sich XAU/USD deutlich über seinem 100-Tage-Simple-Moving-Average (SMA) und dem mittleren Bollinger-Band der 20-Tage-Linie, wodurch der kurzfristige Bias trotz des jüngsten Pullbacks von den Rekordhochs bullish bleibt. Der Relative Strength Index (14) um 65 zeigt ein positives Momentum, liegt jedoch noch unter dem extrem überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass der Aufwärtsdruck anhält, auch wenn die Nähe zum überkauften Terrain darauf schließen lässt, dass der Anstieg mühsamer werden könnte, je weiter sich der Preis von der zugrunde liegenden Trendunterstützung entfernt.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der oberen Begrenzung des Bollinger Bands nahe 4.760 USD, wo frühere Aufwärtsausdehnungen erneut auf Verkaufsinteresse stoßen könnten. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung um den aktuellen Bereich nahe 4.585 USD, wobei stärkere Nachfrage am mittleren Bollinger Band bei 4.415 USD und am 100-Tage-SMA bei 4.375 USD erwartet wird; ein tieferer Rückgang in Richtung der unteren Begrenzung des Bollinger Bands bei 4.073,52 würde erst dann in den Blick rücken, wenn diese Trendunterstützungen nachgeben, was derzeit weniger wahrscheinlich erscheint, solange das tägliche Momentum konstruktiv bleibt.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.

Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.

Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.

Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.

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