- Der Goldpreis gibt im frühen asiatischen Handel am Dienstag auf rund 4.445 USD nach.
- Neue Spannungen im Nahen Osten haben Inflationssorgen und Wetten darauf angeheizt, dass die Fed im September die Zinsen anheben könnte.
- Händler preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 65,4% für eine Zinserhöhung im September ein, nachdem Fed-Mitglied Warsh geschworen hat, die Inflation zu bekämpfen.
Der Goldpreis (XAU/USD) fällt am Dienstag in den frühen asiatischen Handelsstunden auf nahe 4.445 USD. Das Edelmetall verliert an Dynamik, da die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten die Sorgen über Inflationsdruck schürten, der die Federal Reserve zu einer Zinserhöhung veranlassen könnte.
US-Präsident Donald Trump drohte am Montag, Iran mit aller Härte anzugreifen, nachdem Washington und Teheran zum ersten Mal seit einem Monat Feuer ausgetauscht hatten. Unterdessen erklärte das Korps der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), es habe als Reaktion auf die ersten US-Angriffe auf Iran seit Wochen US-Militärbasen in den beiden nahöstlichen Ländern ins Visier genommen. Das US-Militär gab am Sonntag einen Angriff auf das bekannt, was es als iranische Raketenwerfer auf der Insel Larak in der Straße von Hormus bezeichnete.
Händler bewerten die zunehmenden Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed nach hawkischen Äußerungen von Vorsitzendem Kevin Warsh, nachdem ein Anstieg der Ölpreise die Inflationssorgen weiter verstärkt hatte. Auf dem jährlichen Jackson-Hole-Symposium der Fed bekräftigte Warsh das Bekenntnis der Zentralbank zu ihrem Inflationsziel und deutete an, dass die Entscheidungsträger noch nicht davon überzeugt seien, dass der Preisdruck ausreichend nachlasse.
"Die Bewegung hin zu einer hawkischeren Haltung war für viele Anleger überraschend, daher dürften einige kurzfristige Belastungsfaktoren für Gold anhalten," sagte Rajeev De Mello, Global Macro Portfolio Manager bei GAMA Asset Management.
Händler preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 65,4% für eine Zinserhöhung auf der September-Sitzung der Fed ein, nach rund 39,9% vor der Rede, wie das CME FedWatch-Tool zeigt.
Gold gibt nach, da die Märkte nach Jackson Hole den Fed-Pfad neu bewerten
Laut TD Securities schließt Gold "in der Nähe von 4.600 USD je Unze niedriger, da die Märkte nach den Jackson-Hole-Äußerungen von Vorsitzendem Warsh den geldpolitischen Kurs der Fed abwägen", wobei die Bewegung eine Neubewertung des Zinsausblicks im Zuge der jüngsten Fed-Kommunikation widerspiegele.
Warsh warnt vor einem unvollendeten Inflationskampf und hält Dollar-Bullen wachsam
Fed-Chef Warsh schlug einen deutlich hawkisheren Ton an, wobei der FXS Speechtracker-Score bei 7,4 lag gegenüber einem historischen Durchschnitt von 6,5, was die erhöhte Sorge um Preisstabilität trotz soliden Wachstums und stabiler Arbeitsmärkte unterstreicht. Die Betonung, dass die Fed sicher sein müsse, dass sich die zugrunde liegende Inflation dem Ziel nähert, oder dass „wir noch Arbeit vor uns haben“, zusammen mit den Kommentaren, dass die finanziellen Bedingungen nicht restriktiv seien und die Kreditmärkte nur wenige Anzeichen geldpolitischer Zurückhaltung zeigten, signalisiert Offenheit für weitere Straffung, falls sich die Inflationstrends nicht spürbar verbessern. Warshs Betonung, dass das 2%-PCE-Ziel „fest und unverrückbar“ sei und der Schwerpunkt vor allem auf den Preisen liegen sollte, stützt eine Dollar-positive Tendenz, auch wenn die kurzfristige Geduld seit der Juli-Sitzung eingeräumt wird.
Der FXS Fed Sentiment Index blieb unverändert und legte um 0,00 Punkte auf weiterhin erhöhte 129,70 zu, was bestätigt, dass die breitere geldpolitische Erzählung laut FXS Speechtracker weiterhin fest im hawkishen Bereich bleibt. Dass sich der Index nicht bewegte, deutet darauf hin, dass die Rede die bestehenden Erwartungen verstärkt und nicht verschoben hat, wonach die Fed der Gewährleistung von Preisstabilität Priorität einräumen wird, ein Umfeld, das den Dollar gegenüber niedriger rentierenden Währungen weiterhin stützen dürfte.
Technische Analyse: Goldpreis
Im Tageschart weist XAU/USD kurzfristig eine konstruktive Tendenz auf, da der Preis weiterhin über dem 100-Tage Moving Average (MA) bei 4.370,48 USD und der Mittellinie des 20-Tage Simple Moving Average (SMA) der Bollinger Bänder bei 4.430,23 USD liegt, was darauf hindeutet, dass der breitere Aufwärtstrend weiterhin unterstützt wird. Der Relative Strength Index (RSI) bei 54 hält das Momentum im neutral-bis-positiven Bereich und deutet darauf hin, dass der bullische Druck anhält, allerdings ohne überdehnte Bedingungen.
Auf der Oberseite fungiert die obere Begrenzung der Bollinger Bänder in der Nähe von 4.723,68 USD als nächster bedeutender Widerstand, an dem Käufer zögern könnten. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung im Bereich von 4.430 USD am 20-Tage-SMA, gefolgt vom 100-Tage-MA bei 4.370,48 USD, während ein tieferer Pullback wahrscheinlich durch das untere Bollinger Band nahe 4.136,78 USD abgefedert würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
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