- Gold erholt sich am Freitag moderat nach einem steilen Rückgang unter die 5.000 USD-Marke.
- Die US-CPI-Daten werden die Erwartungen für den Zeitpunkt der Zinssenkungen der Federal Reserve prägen.
- Technisch gesehen hält sich XAU/USD nahe dem 20-Tage-SMA, wobei 4.800 USD als erste Unterstützung fungiert.
Gold (XAU/USD) zieht am Freitag moderates Dip-Kaufinteresse an, nachdem es am Vortag auf ein fast einwöchiges Tief gefallen ist und die psychologische Marke von 5.000 USD durchbrochen hat. Die Erholung fehlt jedoch an Anschlusskäufen, da die Händler auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI) warten, der später in der amerikanischen Sitzung um 13:30 GMT veröffentlicht wird.
Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt XAU/USD bei etwa 4.960 USD, was einem Anstieg von fast 1% an diesem Tag entspricht.
US-CPI rückt den Zeitpunkt der Zinssenkungen der Fed in den Fokus
Die erhöhte Volatilität im Bereich der Edelmetalle hindert die Bullen daran, aggressive Long-Positionen aufzubauen, nachdem Gold kürzlich von Rekordhöhen um 5.600 USD korrigiert hat. Gold fiel am Donnerstag um etwa 3,5%, während Silber (XAG/USD) um fast 11,5% einbrach, da breit angelegte Abflüsse risikobehaftete Anlagen sowie Aktien und Kryptowährungen trafen.
Die Händler blicken nun auf die Veröffentlichung des US-CPI, um den Zeitpunkt der Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) zu bewerten, da die Märkte weiterhin etwa 50 Basispunkte (bps) an Lockerungen in der zweiten Jahreshälfte einpreisen.
Ein festerer als erwarteter Wert würde die Argumentation für die Fed verstärken, geduldig zu bleiben, bevor sie die Zinssenkungen wieder aufnimmt, insbesondere nachdem die neuesten US-Arbeitsmarktdaten widerstandsfähige Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zeigten.
Nachlassende Erwartungen an Zinssenkungen der Fed in naher Zukunft verleihen dem US-Dollar (USD) moderate Unterstützung, was wiederum als leichter Gegenwind für Goldbarren wirkt. Gleichzeitig bleiben die breiteren makroökonomischen Fundamentaldaten unterstützend, da anhaltende geopolitische Spannungen und starke Käufe durch die Zentralbanken helfen, den Abwärtstrend zu begrenzen.
Technische Analyse: XAU/USD konsolidiert unter der 5.000 USD-Marke
XAU/USD bleibt im täglichen Chart in der Konsolidierung nach dem scharfen Rückgang von den Rekordhöhen. Die Preise schwirren nahe dem 20-Tage einfachen gleitenden Durchschnitt (SMA), der auch mit der mittleren Bollinger-Band bei 4.969,20 USD übereinstimmt.
Die Bollinger-Bänder weiten sich weiterhin, wobei das obere Band bei 5.350,76 USD und das untere Band bei 4.587,64 USD liegt, was auf eine erhöhte Volatilität hinweist, während der Preis sich der mittleren Linie nähert. Der Relative Strength Index (RSI) bei 53,92 ist neutral und signalisiert ein ausgewogenes Momentum.
Ein Versagen, Gewinne über dem 20-Tage-SMA zu halten, würde den Abwärtsdruck aufrechterhalten, wobei die erste Unterstützung im Bereich von 4.800 USD gesehen wird, gefolgt vom unteren Bollinger-Band nahe 4.588 USD.
Auf der Aufwärtsseite müssten die Bullen einen klaren Durchbruch über den Bereich von 5.000-5.100 USD erzielen, um das bullische Momentum wiederzubeleben.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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