• Gold fällt am Dienstag, da ein festerer US-Dollar Gewinnmitnahmen auslöst.
  • US-Zölle und eskalierende Spannungen mit dem Iran halten geopolitische Risiken hoch.
  • Technisch zeigt der Tages-Chart ein sich verstärkendes Aufwärtsmomentum nach dem Durchbruch über 5.100 USD.

Gold (XAU/USD) gibt am Dienstag nach, da ein festerer US-Dollar (USD) die Nachfrage nach dem Edelmetall dämpft, während geopolitische und wirtschaftliche Risiken weiterhin im Fokus stehen. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts wird XAU/USD bei etwa 5.175 USD gehandelt, was einem Rückgang von rund 1,20% an diesem Tag entspricht.

Der milde Rückgang spiegelt eine Phase der Gewinnmitnahmen wider, nachdem Bullion vier aufeinanderfolgende Tage lang auf das höchste Niveau seit über drei Wochen gestiegen ist. Der jüngste Anstieg wurde durch neue Unsicherheiten bezüglich der US-Handelspolitik und eskalierende Spannungen zwischen Washington und Teheran angeheizt.

US-Zölle und Iran-Spannungen halten Risiken hoch

Globale Handelskonflikte stehen weiterhin im Mittelpunkt, da die neue globale Zollregelung von 10% von US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Kraft tritt. Diese Maßnahme wurde angekündigt, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA letzte Woche entschied, dass Trumps Nutzung des International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) zur Verhängung umfassender Zölle rechtswidrig war.

Während der aktuelle Zoll bei 10% liegt, haben Beamte des Weißen Hauses angedeutet, dass eine formelle Anordnung vorbereitet wird, um den Satz auf 15% zu erhöhen. Die jüngste Änderung in der US-Handelspolitik hat auch Zweifel an zuvor ausgehandelten Handelsvereinbarungen aufgeworfen.

Berichten zufolge hat das Europäische Parlament den Ratifikationsprozess für das US-EU-Handelsabkommen ausgesetzt, während Indien die Verhandlungen zur Finalisierung eines vorläufigen Handelsabkommens mit Washington verschoben hat.

Am Montag warnte Trump, dass Länder, die „spielen“, mit einem „deutlich höheren Zoll, und schlimmer, als dem, dem sie sich kürzlich zugestimmt haben“, rechnen müssten.

In der Zwischenzeit steigt das Risiko möglicher militärischer Maßnahmen der USA gegen den Iran weiter an, da hochrangige Gespräche am Donnerstag in Genf wieder aufgenommen werden sollen.

Fed-Ausblick im Fokus, während Händler 50 Basispunkte Lockerung einpreisen

Andernorts könnten nachlassende Erwartungen an Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) in naher Zukunft als kurzfristiger Gegenwind für das Edelmetall wirken. Dennoch preisen die Händler weiterhin fast 50 Basispunkte (bps) an Lockerungen bis zum Jahresende ein, was helfen könnte, tiefere Verluste zu begrenzen.

In der kommenden Woche stehen im US-Wirtschaftskalender der Verbraucherbericht des Conference Board und eine Vielzahl von Fed-Sprechern an, die Bewegungen im USD und Gold antreiben könnten.

Technische Analyse: Bullen übernehmen die Kontrolle über 5.100 USD

Aus technischer Sicht hat sich der Ausblick für XAU/USD nach dem Durchbruch über die 5.100 USD-Marke positiv entwickelt. Auf dem Tages-Chart bleibt die kurzfristige Tendenz leicht bullish, da die Preise komfortabel über den steigenden 21-Tage- und 50-Tage-Simple Moving Averages (SMAs) liegen, die beide weiterhin nach oben geneigt sind und einen intakten Aufwärtstrend trotz der jüngsten Volatilität widerspiegeln.

Der Relative Strength Index (RSI) bei 58 ist aus dem überkauften Bereich gefallen und schwebt nun im oberen mittleren Bereich, was auf ein positives, aber weniger angespanntes Momentum hindeutet. In der Zwischenzeit hat sich der Average Directional Index (ADX) leicht abgeschwächt, was darauf hindeutet, dass der Trend weiterhin besteht, wenn auch mit nachlassender Stärke.

Die erste Unterstützung liegt am 21-Tage-SMA bei etwa 5.030 USD. Ein nachhaltiges Halten über diesem Niveau würde die Käufer in Kontrolle halten. Stärkere Unterstützung liegt am 50-Tage-SMA bei etwa 4.740 USD.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand in der Nähe des Höchststands vom Dienstag bei etwa 5.250 USD. Ein täglicher Schlusskurs über diesem Niveau würde die Tür zur 5.500 USD-Region als nächstes Aufwärtsziel öffnen.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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