- Der Goldpreis fällt am Freitag in der frühen asiatischen Sitzung auf etwa 5.085 USD.
- Konflikte im Nahen Osten haben die Öl- und Gaspreise in die Höhe getrieben und Ängste vor einer erneuten Inflation geschürt.
- Iran intensiviert Angriffe im Golf, was helfen könnte, die Verluste von Gold zu begrenzen.
Der Goldpreis (XAU/USD) stürzt am Freitag in der frühen asiatischen Sitzung auf fast 5.085 USD. Das Edelmetall verliert an Boden angesichts eines stärkeren US-Dollars (USD). Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen.
Steigende Öl- und Gaspreise aufgrund der Konflikte im Nahen Osten haben frische Inflationsängste geschürt, was die Händler dazu veranlasst hat, ihre Wetten auf eine weitere Lockerung durch die Fed zurückzuschrauben. Dies hebt wiederum den Greenback und belastet den in USD denominierten Rohstoffpreis.
"Die jüngste Volatilität bedeutet nicht, dass die Nachfrage nach Gold als sicherem Hafen geschwächt wurde," sagten Analysten von Morgan Stanley. "Der Rückgang wird hauptsächlich von zwei Kräften getrieben: einem stärkeren US-Dollar und Investoren, die Liquidität suchen."
Allerdings könnten die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten einen traditionellen sicheren Hafen wie Gold stärken. Iran startete am Donnerstag eine neue Welle von Raketen- und Drohnenangriffen im Golf, wobei Angriffe in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Bahrain, Katar und Kuwait gemeldet wurden.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi sagte, dass Teheran nicht um einen Waffenstillstand gebeten habe und nicht beabsichtige, zu verhandeln, und die iranische Revolutionsgarde erklärte, dass Vergeltungsangriffe in den kommenden Tagen zunehmen werden.
Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.
Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.
Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.
Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.
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Das sollten Sie am Freitag, den 6. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar (USD) wird durch die Rohölpreise gestützt, die auf den höchsten Stand seit Juli 2024 gestiegen sind, angesichts von Schlagzeilen über mögliche Unterbrechungen der Straße von Hormus und Angriffe auf Schiffe in der Region.