• Der Goldpreis fällt in der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 4.860 US-Dollar. 
  • Niedrige Liquidität und nachlassende geopolitische Spannungen belasten das gelbe Metall. 
  • Die FOMC-Protokolle werden später am Mittwoch im Fokus stehen.

Der Goldpreis (XAU/USD) zieht während der frühen asiatischen Handelsstunden am Mittwoch einige Verkäufer zu etwa 4.860 US-Dollar an. Das Edelmetall fällt aufgrund des dünnen Feiertagshandels, da ein Großteil Asiens wegen des Lunar New Year geschlossen ist. Händler werden die Protokolle des Offenmarktausschusses der Federal Reserve (FOMC) im Auge behalten, die später am Mittwoch veröffentlicht werden. 

Die Marktliquidität blieb aufgrund der Feiertage in wichtigen Regionen niedrig. „Da China die meiste Woche im Urlaub ist, ist die Liquidität dünner, und es ist unklar, ob es genug Momentum gibt, um die Preise erheblich nach unten zu drücken oder ob Käufer bei einem erneuten Rückgang des US-Dollars zurückgelockt werden“, sagte Fawad Razaqzada, ein Marktanalyst bei Forex.com. 

Darüber hinaus könnten nachlassende Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran traditionelle sichere Anlagen wie Gold untergraben. Der iranische Außenminister Abbas Araqchi sagte am Dienstag, dass beide Länder in den Gesprächen zur Beilegung ihres langjährigen nuklearen Streits ein Verständnis über die wichtigsten „Leitprinzipien“ erzielt hätten, aber das bedeutet nicht, dass ein Deal unmittelbar bevorsteht. 

Händler werden die FOMC-Protokolle genau beobachten, um weitere Hinweise von der US-Notenbank (Fed) über den zukünftigen Zinspfad zu erhalten. Eine dovishe Haltung der US-Zentralbank könnte den US-Dollar (USD) nach unten ziehen und die Preise für auf USD lautende Rohstoffe kurzfristig unterstützen. 

Gold - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Gold hat in der Geschichte der Menschheit stets eine zentrale Rolle gespielt – als universelles Tauschmittel und sicherer Wertspeicher. Heute wird das Edelmetall vor allem als „sicherer Hafen“ in Krisenzeiten geschätzt. Gold dient nicht nur als Schmuck oder Anlageobjekt, sondern wird auch als Absicherung gegen Inflation und Währungsabwertungen betrachtet. Sein Wert ist unabhängig von staatlichen Institutionen oder einzelnen Währungen, was es in unsicheren Zeiten besonders attraktiv macht.

Zentralbanken zählen zu den größten Goldkäufern weltweit. Um ihre Währungen in Krisenzeiten zu stützen, kaufen sie Gold, um die wirtschaftliche Stabilität und das Vertrauen in ihre Währungen zu stärken. 2022 kauften Zentralbanken laut World Gold Council 1.136 Tonnen Gold im Wert von rund 70 Milliarden US-Dollar – ein Rekordwert. Besonders schnell wachsende Schwellenländer wie China, Indien und die Türkei erhöhen ihre Goldreserven in hohem Tempo.

Gold steht traditionell in einer inversen Beziehung zum US-Dollar und zu US-Staatsanleihen – beide gelten als bedeutende Reservewährungen und sichere Häfen für Anleger. Wenn der Dollar abwertet, steigt der Goldpreis häufig, was Investoren und Zentralbanken in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit dazu veranlasst, ihre Portfolios zu diversifizieren. Ebenso ist Gold gegenläufig zu risikobehafteten Vermögenswerten. Während ein Aufschwung an den Aktienmärkten den Goldpreis oft drückt, profitieren Goldinvestoren in Zeiten von Börsenturbulenzen.

Der Goldpreis unterliegt einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Geopolitische Spannungen oder die Sorge vor einer tiefen Rezession können den Preis des Edelmetalls schnell in die Höhe treiben, da Gold als sicherer Hafen gilt. Ohne eigene Rendite steigt der Wert des Metalls häufig in Phasen niedriger Zinsen, während hohe Zinskosten den Preis drücken. Die Entwicklung des Goldpreises ist jedoch stark vom US-Dollar abhängig, da das Edelmetall in Dollar (XAU/USD) gehandelt wird. Ein starker Dollar übt in der Regel Druck auf den Goldpreis aus, während ein schwächerer Dollar zu einer Verteuerung führen kann.

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