Das japanische Investmentunternehmen Metaplanet hat nach dem breiten Rückgang am Kryptomarkt, der sich bis ins Jahr 2026 fortgesetzt hat, einen Bewertungsverlust von 665 Millionen US-Dollar auf seine Bitcoin-Bestände gemeldet. Trotz des Buchverlusts verzeichnete das Unternehmen ein starkes Wachstum der operativen Erlöse und kehrte in die Gewinnzone zurück.

Bitcoin-Volatilität stellt Metaplanets Treasury-Strategie auf die Probe

Das in Tokio ansässige Unternehmen wies laut dem am Montag veröffentlichten Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2025 einen Wertminderungsverlust von 102,2 Milliarden Yen (665 Millionen US-Dollar) auf seine Bitcoin-Beteiligungen aus.

Der Bewertungsrückgang erfolgte vor dem Hintergrund eines Bitcoin-Kurses um die Marke von 68.000 US-Dollar, was einem Minus von 46 Prozent gegenüber den Höchstständen Ende 2025 entspricht. Metaplanet, das seine Bitcoin-Akkumulationsstrategie im April 2024 gestartet hatte, hält derzeit rund 35.102 BTC, die zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von etwa 12,5 Millionen Yen erworben wurden.

Ungeachtet des Kursrückgangs legte das operative Geschäft deutlich zu. Die Erlöse aus den Bereichen Hotel und Beratung stiegen im Jahresvergleich um 738 Prozent auf 8,9 Milliarden Yen (58 Millionen US-Dollar). Der operative Gewinn kletterte ebenfalls kräftig auf 6,29 Milliarden Yen (41 Millionen US-Dollar), nach 350 Millionen Yen (2,28 Millionen US-Dollar) im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 1.695 Prozent, wie aus dem Bericht hervorgeht.

Zudem teilte das Unternehmen mit, dass das Bitcoin-bezogene Geschäft Erlöse von 8,47 Milliarden Yen (55,2 Millionen US-Dollar) sowie einen operativen Gewinn von 7,19 Milliarden Yen (46,8 Millionen US-Dollar) erwirtschaftet habe. Treiber des Wachstums seien vor allem Prämieneinnahmen aus dem Handel mit Bitcoin-Optionen gewesen.

Die aggressive Akkumulationsstrategie von Metaplanet wird häufig mit MicroStrategy verglichen, das Unternehmensmodelle mit Bitcoin-Treasury populär gemacht hatte.

Das Unternehmen positioniert sich in Japan als indirektes Anlagevehikel für ein Bitcoin-Engagement. Die an der Tokioter Börse (TSE) notierte Aktie legte im Jahr 2025 um 1.200 Prozent zu und übertraf damit die Kursentwicklung von Bitcoin im selben Zeitraum deutlich.

Die Bitcoin-Bestände des Unternehmens entsprechen inzwischen rund 0,16 Prozent der zirkulierenden Gesamtmenge. Damit rangiert Metaplanet weltweit auf Platz vier unter börsennotierten Unternehmen mit Bitcoin-Reserven. Langfristig strebt das Unternehmen den Aufbau von 210.000 BTC an, was etwa einem Prozent des festen Bitcoin-Angebots entspricht.

Für 2026 erwartet Metaplanet ein anhaltend starkes Wachstum und prognostiziert einen Umsatzanstieg von nahezu 80 Prozent auf rund 16 Milliarden Yen. Der operative Gewinn soll auf 11,4 Milliarden Yen steigen. Das Unternehmen verweist dabei auf Zuversicht sowohl im Kerngeschäft als auch in der Strategie rund um digitale Vermögenswerte.

Trotz der positiven Perspektiven belastet der Preisrückgang von Bitcoin weiterhin Unternehmen mit Treasury-Strategien. Die institutionelle Nachfrage schwächte sich zuletzt weiter ab. Bitcoin-ETFs verzeichneten laut Daten von CoinShares eine weitere Woche mit Abflüssen in Höhe von 133 Millionen US-Dollar.

Die anhaltenden Mittelabflüsse spiegeln das gedämpfte Interesse institutioneller Investoren wider. Die Fondsvolumina liegen unter den Höchstständen von Anfang 2025. Dies führte zu nicht realisierten Verlusten bei Unternehmen mit BTC-Beständen, darunter Metaplanet, dessen Buchverluste sich inzwischen auf rund 1,2 Milliarden US-Dollar belaufen.


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