• GBP/USD gibt nach, nachdem schwache US-Einzelhandelsumsätze eine nachlassende Verbrauchernachfrage signalisieren.
  • Abkühlende Arbeitskosten, gemessen am niedrigeren Beschäftigungskostenindex, verstärken die nachlassenden Inflationsdruck.
  • Der Aufwärtstrend des Pfunds wird durch politische Unsicherheit rund um Keir Starmer und Führungsfragen begrenzt.

Das Pfund Sterling (GBP) konsolidiert sich unter 1,3700 und gibt während der nordamerikanischen Sitzung am Dienstag um 0,2% nach, während der Greenback einige seiner früheren Verluste nach der Veröffentlichung schlechter als erwarteter US-Daten verringert. GBP/USD wird bei 1,3660 gehandelt, nachdem es ein Tageshoch von 1,3700 erreicht hat.

Sterling gibt nach, da weichere US-Konsumdaten Dollarverluste verringern, während politische Turbulenzen im UK den Aufwärtstrend begrenzen

Die Wirtschaftsdaten in den USA sind nicht ermutigend, da die Konsumausgaben anscheinend leiden, nach den Einzelhandelsumsätzen im Dezember. Auf monatlicher Basis blieben die Umsätze im Vergleich zu November unverändert bei 0%, was die Prognosen eines Anstiegs um 0,4% verfehlte. Die sogenannten Kontrollgruppeneinzelhandelsumsätze, die zur Berechnung der Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Zahlen verwendet werden, sanken um -0,1% MoM, unter dem Wert von 0,2% im November.

Gleichzeitig fiel der Beschäftigungskostenindex (ECI), ein Maß für die Arbeitskosten, im vierten Quartal von 0,8% auf 0,7%, so das US Bureau of Labor Statistics (BLS). Dieses Maß wird von den Entscheidungsträgern als eines der besseren Maßstäbe für die Arbeitsmarktsituation angesehen und als Indikator für die Kerninflation.

Im Vereinigten Königreich begrenzt politische Turbulenz den Anstieg von GBP/USD auf 1,3700, da der Druck auf Premierminister Keir Starmer aufgrund der Nominierung von Peter Mandelson als Botschafter in den USA zunimmt.

Es gibt wachsende Spekulationen unter Ökonomen, dass Starmer, obwohl er weiterhin Vorsitzender der Labour Party bleibt, fraglich ist, ob er bis Ende des Jahres als Premierminister im Amt bleibt.

GBP/USD Preisprognose: Technische Perspektive

Das technische Bild für GBP/USD schreit nach Konsolidierung, wobei das Paar darauf abzielt, innerhalb der Spanne von 1,3650-1,3700 zu bleiben, während die Händler sich auf die Veröffentlichung der US Nonfarm Payrolls am Mittwoch vorbereiten.

Der Relative Strength Index (RSI), obwohl bullisch, zielt nach unten als Indikator für die Zurückhaltung der Käufer, die Preise höher zu treiben, um das Jahreshigh des Paares von 1,3868 erneut zu testen. Wenn dies überwunden wird, ebnet es den Weg für einen Anstieg auf 1,4000.

Umgekehrt, wenn GBP/USD unter 1,3650 fällt, könnte eine Umkehr bevorstehen, wobei Verkäufer das letzte Zyklustief bei 1,3508 im Auge haben, bevor sie die 50-Tage-SMA bei 1,3471 herausfordern.

 

GBP/USD Tages-Chart


Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.


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