• GBP/USD fällt auf etwa 1,3150, da Fed-Zinserhöhungserwartungen den US-Dollar stärken.
  • Es wird erwartet, dass die Fed in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung vornimmt.
  • Anleger suchen nach neuen Hinweisen zur fiskalpolitischen Perspektive des Vereinigten Königreichs.

Das britische Pfund (GBP) notiert während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch rund 0,38 % tiefer bei etwa 1,3150 gegenüber dem US-Dollar (USD). Das Währungspaar GBP/USD steht unter starkem Verkaufsdruck, da der US-Dollar aufgrund hawkisher Fed-Wetten outperformt.

Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, 0,3 % höher bei knapp 101,70, dem höchsten Stand seit über einem Jahr.

Dem CME FedWatch-Tool zufolge besteht eine fast 86%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed bis zum Jahresende mindestens eine Zinserhöhung vornimmt.

Die hawkishen Fed-Wetten werden durch den in den letzten Monaten kontinuierlich steigenden Verbraucherpreisindex (CPI) sowohl im Gesamt- als auch im Kernbereich ausgelöst.

Auf der Seite des Vereinigten Königreichs (UK) suchen Anleger nach neuen Hinweisen zur fiskalpolitischen Perspektive nach dem Rücktritt von Premierminister (PM) Keir Starmer. Bisher wird der Bürgermeister von Greater Manchester, Andy Burnham, als potenzieller Nachfolger von UK-PM Starmer angesehen, nachdem die Labour Party bei den Kommunalwahlen im Mai eine schwere Niederlage erlitten hat.

Technische Analyse GBP/USD

GBP/USD handelt tiefer bei etwa 1,3150, setzt seinen Rückgang unter frühere strukturelle Unterstützungen fort und behält eine klare bärische kurzfristige Tendenz bei. Der Spotkurs liegt nun unter der gebrochenen aufsteigenden Trendlinienunterstützung der symmetrischen Dreiecksformation bei rund 1,3251 und dem 10-Tage-Exponentiell Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3272, die zusammen eine nahe Angebotszone bilden, welche Erholungen innerhalb des breiteren Abwärtstrends begrenzt.

Der Relative Strength Index (14) bewegt sich knapp über dem überverkauften Bereich bei etwa 31, was darauf hindeutet, dass das bärische Momentum dominant bleibt, auch wenn kurzfristige Erholungen nicht ausgeschlossen werden können.

Auf der Oberseite wird der erste Widerstand am zurückeroberten bärischen Trendlinienniveau bei etwa 1,3251 gesehen, gefolgt vom 10-Tage-EMA bei 1,3272; ein Tagesschlusskurs über diesem Cluster wäre erforderlich, um den unmittelbaren Abwärtsdruck zu verringern.

Auf der Unterseite wird erwartet, dass das Paar Unterstützung nahe dem Tief vom 21. November bei 1,3038 findet, gefolgt von der psychologischen Unterstützung bei 1,3000.

(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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