• GBP/JPY driftet am zweiten Tag in Folge nach unten, obwohl es an Verkaufsdruck fehlt.
  • Interventionsängste und Wetten auf Zinserhöhungen der BoJ stärken den JPY und üben Druck auf das Währungspaar aus.
  • Das politische Chaos im Vereinigten Königreich trägt zur Underperformance des GBP und zum intraday Rückgang bei.

Das Währungspaar GBP/JPY zieht am zweiten Tag in Folge Verkäufer an und rutscht während der frühen Handelsstunden der europäischen Sitzung am Dienstag näher an das Tief der letzten Nacht. Die Kassakurse bleiben jedoch in einer seit einer Woche bestehenden Spanne gefangen und handeln derzeit knapp über den mittleren 212,00er-Bereich.

Das Ergebnis der vorgezogenen Wahlen in Japan am Sonntag beseitigt die politische Unsicherheit im Inland. Dies, zusammen mit Interventionswarnungen der japanischen Behörden, stützt den japanischen Yen (JPY). Darüber hinaus verleihen Wetten, dass die Bank of Japan (BoJ) an ihrem Kurs zur Normalisierung der Geldpolitik festhalten wird, dem JPY zusätzlichen Rückhalt, was wiederum als Schlüsselfaktor angesehen wird, der Druck auf das Währungspaar GBP/JPY ausübt.

Das britische Pfund (GBP) hingegen setzt seine relative Underperformance im Zuge des politischen Risikos nach dem Rücktritt von Morgan McSweeney, dem Hauptberater von Premierminister Keir Starmer, fort. Darüber hinaus forderte der schottische Labour-Chef Keir Starmer zum Rücktritt auf, aufgrund der Folgen des Jeffrey Epstein-Skandals. Dies trägt weiter zu dem angebotenen Ton rund um das Währungspaar GBP/JPY bei.

In der Zwischenzeit markieren festigende Erwartungen, dass die Bank of England (BoE) die Zinssätze erneut senken wird, eine signifikante Divergenz im Vergleich zur hawkishen Perspektive der BoJ und begünstigen die Bären des GBP/JPY. Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Situation Japans im Zuge der Ausgabenpläne von Premierministerin Sanae Takaichi und ein positiver Risikoton könnten jedoch den sicheren JPY begrenzen, was die Verluste der Kassakurse einschränken könnte.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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