Nach Einschätzung der Rabobank ist der europäische Erdgaspreis TTF auf über 60 Euro je Megawattstunde gestiegen, da sich die Versorgungsrisiken im Nahen Osten verschärfen. Die Bank rechnet damit, dass die Gaspreise bis in die zweite Hälfte des Jahres 2026 auf hohem Niveau bleiben. Dadurch dürfte das Abwärtspotenzial bei den Strompreisen in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien begrenzt bleiben, da Gaskraftwerke wieder eine wichtigere Rolle bei der Stromversorgung spielen.
Geopolitische Risiken halten TTF-Gaspreis hoch
„Die richtungsweisenden TTF-Gasfutures sind bis zum 23. Juli innerhalb von nur acht aufeinanderfolgenden Handelstagen erneut um mehr als 15 % gestiegen. Auslöser sind die zunehmende Eskalation des Konflikts zwischen den USA und dem Iran sowie die dadurch verursachten Störungen der Energieversorgungsrouten im Nahen Osten.“
„Katar hatte Anfang Juli seine Bemühungen ausgesetzt, die LNG-Produktion zügig wieder hochzufahren. Dadurch stieg der TTF-Gaspreis zunächst wieder über 50 Euro je Megawattstunde, bevor die jüngsten Unsicherheiten die Notierungen auf über 60 Euro je Megawattstunde trieben.“
„Da wir derzeit davon ausgehen, dass die Gaspreise bis in die zweite Jahreshälfte auf einem hohen Niveau bleiben, erscheint auch das Abwärtspotenzial bei den Strompreisen begrenzt.“
„Sobald die Winternachfrage die Sommernachfrage ablöst, werden Gaskraftwerke wieder benötigt, um den Strombedarf zu decken - insbesondere in Deutschland, den Niederlanden und Großbritannien. Das dürfte die Strompreise auf einem erhöhten Niveau halten und die Märkte anfällig für weitere Anstiege des TTF-Gaspreises machen.“
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Australiens Arbeitslosenquote bleibt im Juni voraussichtlich stabil bei 4,4 % und signalisiert einen starken Arbeitsmarkt
Australien wird am Donnerstag um 01:30 Uhr GMT den monatlichen Arbeitsmarktbericht für Juni veröffentlichen, und die Marktteilnehmer erwarten einen moderaten Anstieg der Beschäftigung im Land Down Under. Das Australische Statistikamt wird voraussichtlich bekannt geben, dass im Monat 15.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden, während die Arbeitslosenquote mit 4,4 % prognostiziert wird, unverändert zum Mai.
Das sollten Sie am Freitag, den 24. Juli, im Blick behalten:
Die Finanzmärkte bleiben vor dem Wochenende risikoavers, da die Anleger nun die Auswirkungen einer neuen Welle von Zöllen, die von den Vereinigten Staaten verhängt wurden, bewerten müssen, während sie gleichzeitig die Nachrichten aus dem Nahen Osten genau verfolgen. Der Wirtschaftskalender wird am Freitag vorläufige Daten zum Einkaufsmanager-Index (EMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor aus der Eurozone, dem Vereinigten Königreich und den USA enthalten.