Die Präsidentin der Boston Federal Reserve (Fed), Susan Collins, äußerte sich am Donnerstag, als das Jackson-Hole-Symposium begann. Sie sagte, der jüngste PCE-Inflationsbericht ändere nichts an der Einschätzung, dass die Geldpolitik restriktiv sei und zu einer schrittweisen Disinflation führen werde.

Collins fügte hinzu, dass der Anstieg der US-Anleiherenditen „immer noch mit Preisstabilität vereinbar“ sei.

Zuletzt erklärte Collins in einem Interview mit dem Wall Street Journal, dass eine Zinserhöhung gerechtfertigt sei, wenn die Inflation enttäusche.

Wichtige Punkte:

DER JÜNGSTE BERICHT ÜBER DIE PERSÖNLICHEN KONSUMAUSGABEN HAT DEN GRUNDLEGENDEN AUSBLICK NICHT VERÄNDERT, DASS DIE DERZEITIGE GELDPOLITIK RESTRIKTIV IST UND ZU EINER SCHRITTWEISEN DISINFLATION FÜHREN WIRD

VERWALTUNGSKOSTEN FÜR PORTFOLIOS HATTEN EIN ÜBERPROPORTIONALES GEWICHT AUF DIE GESAMTINFLATION, WOBEI MARKTBASIERTE PREISE STÄRKER IM EINKLANG MIT DEM ZIEL DER FED LAGEN

JÜNGSTE INFLATIONSDATEN 'GEMISCHT', WOBEI DIE KOPFZAHL STÄRKER ALS ERWARTET AUSFIEL, ABER 'VIELVERSPRECHENDE ANZEICHEN' IN DEN DETAILS ZU SEHEN SIND

JÜNGSTER ANSTIEG DER ANLEIHERENDITEN IMMER NOCH MIT PREISSTABILITÄT VEREINBAR, KEIN ZEICHEN DAFÜR, DASS DIE INFLATIONSERWARTUNGEN STEIGEN

OHNE NEUE ZÖLLE UND ÖLSCHOCKS GIBT ES GRÜNDE ZU DER ANNAHME, DASS SICH DIE INFLATION ABSCHWÄCHEN WIRD

SIE BEOBACHTET DIE ANLEIHERENDITEN, HAT ABER KEINEN KOMMENTAR ZU BESSENTS INTERVENTION

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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