Die US-Inflation hat sich im Juli weitgehend wie erwartet entwickelt. Die Verbraucherpreise stiegen gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent, während die Kerninflation um 0,2 Prozent zulegte. Die Strategen von TD Securities sehen vor allem die bislang begrenzte Weitergabe der Zölle an die Verbraucher und Anzeichen einer Normalisierung der Dienstleistungspreise als Argumente gegen eine straffere Geldpolitik der US-Notenbank. Sie bleiben bei ihrer Einschätzung, dass die Fed ihren geldpolitischen Kurs in diesem Jahr unverändert lassen wird.
Dollar gibt nach - Fed dürfte Zinsen unverändert lassen
„Die Verbraucherpreisinflation entsprach im Juli den Erwartungen. Die Gesamtinflation stieg gegenüber dem Vormonat um 0,1 Prozent (0,074 Prozent vor Rundung; TD: 0,15 Prozent, Konsens: 0,1 Prozent). Dies war zum Teil auf die weiter rückläufigen Energiepreise (Benzin: minus 3 Prozent gegenüber dem Vormonat) und die nachlassende Teuerung bei Lebensmitteln zurückzuführen.“
„Auch die Kerninflation entsprach mit einem Anstieg von 0,2 Prozent gegenüber dem Vormonat den Erwartungen (0,215 Prozent vor Rundung; TD: 0,20 Prozent, Konsens: 0,2 Prozent). Die Erholung bei der Kernrate war breit angelegt. Sowohl Dienstleistungen als auch Waren gewannen nach der schwachen Entwicklung im Juni wieder leicht an Dynamik. Wie erwartet erholte sich die sogenannte Supercore-Inflation auf 0,19 Prozent gegenüber dem Vormonat, nachdem sie im vorherigen Bericht um 0,20 Prozent gesunken war.“
„Bemerkenswert ist, dass die Warenpreise im Juli auf eine spürbare Weitergabe der Zölle hindeuten. Einige besonders vom Handel betroffene Kategorien verzeichneten Preissteigerungen. Insgesamt bleibt die Weitergabe jedoch moderat. Zu den wichtigsten Preistreibern im Warenkorb gehörten Fahrzeuge, Kommunikationsgüter, Freizeitprodukte und sonstige Waren. Insgesamt erwarten wir, dass die Verbraucherpreisdaten für Juli zu einer etwas schwächeren Kerninflation beim PCE-Preisindex von 0,18 Prozent gegenüber dem Vormonat führen werden.“
„Der heutige Bericht dürfte die Fed zumindest auf kurze Sicht hinsichtlich der Notwendigkeit einer strafferen Geldpolitik weiter entlasten. Anzeichen für eine Normalisierung der Dienstleistungspreise sowie die weiterhin kontrollierte Weitergabe der Zölle sprechen gegen zunehmende Sorgen über eine hartnäckige Kerninflation. Insgesamt bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass die Fed ihren geldpolitischen Kurs in diesem Jahr unverändert lassen wird.“
„Die Märkte zeigen sich nach dem Inflationsbericht für Juli weitgehend unverändert. Die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung im September liegt weiterhin bei knapp unter 50 Prozent. Insgesamt sprechen die Daten dafür, dass die Fed die Zinsen unverändert lässt. Vor der September-Sitzung warten wir jedoch noch auf weitere Konjunkturdaten, da die Fed die Hürde für eine Zinserhöhung gesenkt hat. Zudem birgt der Erzeugerpreisbericht gewisse Risiken für unsere vorläufige Prognose eines monatlichen Anstiegs der PCE-Inflation um 0,18 Prozent.“
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Goldpreis Prognose: Jetzt steht Gold vor der wichtigsten Marke des Jahres
Silberpreis Prognose: Jetzt steht Silber vor der Entscheidung
XRP vor dem Bruch? Diese Marke entscheidet jetzt über den nächsten Kursrutsch
XRP hält sich an einer entscheidenden Marke, ADA und SOL riskieren einen Ausbruch über den 50-Tage-EMA
Top-Altcoins, darunter Ripple, Cardano und Solana, stehen unter Abwärtsdruck und halten sich an wichtigen Unterstützungsniveaus. Der technische Ausblick für XRP, ADA und SOL deutet auf eine leichte bärische Tendenz hin, da der Abwärtsdruck zunimmt.