- USD/CAD zieht zum zweiten Mal in Folge Käufer an, da Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed den USD stützen.
- Geopolitische Risikoaufschläge treiben die Safe-Haven-Flows weiter in Richtung Greenback.
- Steigende Ölpreise könnten den Loonie stützen und das Paar im Vorfeld der US-Daten deckeln.
Das Währungspaar USD/CAD baut auf der Erholung des Vortages aus dem Bereich um 1,3900 bzw. einem Zweimonatstief auf und gewinnt am Donnerstag zum zweiten Mal in Folge an positiver Dynamik. Das Momentum hebt die Kassakurse an das obere Ende der Wochenrange über 1,3950 und wird von einem insgesamt festeren US-Dollar (USD) getragen.
Tatsächlich setzt der USD-Index (DXY) seinen Wochenanstieg zum vierten Mal in Folge fort und springt auf ein Zweiwochenhoch, da Inflationsrisiken infolge volatiler Rohölpreise die hawkischen Erwartungen an die Federal Reserve (Fed) wiederbeleben. Laut dem FedWatch-Tool der CME Group preisen Händler weiterhin eine Wahrscheinlichkeit von nahezu 80% ein, dass die US-Notenbank die Kreditkosten bis zum Jahresende anheben wird. Dieser Ausblick hilft dem USD, auf der guten Erholung des Vortages vom Tief nach den VPI-Daten aufzubauen, was wiederum als Rückenwind für das Währungspaar USD/CAD angesehen wird.
Hinzu kommt, dass die Pattsituation zwischen den USA und dem Iran über die Straße von Hormus den geopolitischen Risikoaufschlag im Spiel hält und sich als weiterer Faktor erweist, der Safe-Haven-Flows in Richtung Greenback lenkt. Präsident Donald Trump behauptete, die USA hätten die vollständige Kontrolle über die strategisch wichtige Wasserstraße, während der Iran zugesagt hat, die Straße geschlossen zu halten, bis alle seine Forderungen erfüllt sind. Zudem eskalierten die vom Iran unterstützten Huthi im Jemen ihre Angriffe auf Schiffe im Roten Meer und in der Straße von Bab al-Mandab. Dies wiederum hilft den Rohölpreisen, wieder positive Dynamik zu gewinnen.
Unterdessen könnten höhere Ölpreise dem rohstoffgebundenen Loonie etwas Unterstützung bieten und mahnen zur Vorsicht, bevor aggressive bullische Wetten auf das Währungspaar USD/CAD eingegangen werden. Händler blicken nun auf den US-Wirtschaftskalender vom Donnerstag, der die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex (EPI) und der üblichen wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung vorsieht. Abgesehen davon werden Kommentare einflussreicher FOMC-Mitglieder die USD-Nachfrage antreiben. Darüber hinaus könnten neue Entwicklungen rund um die Krise im Nahen Osten die Volatilität bei den Ölpreisen erhöhen und für zusätzlichen Impuls sorgen.
USD/CAD daily chart
Technical Analysis
Das Währungspaar USD/CAD zeigt sich unter dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 1,3920 widerstandsfähig, obwohl negative Momentum-Indikatoren trotz einer moderaten Erholung auf einen zugrunde liegenden rückläufigen Trend hindeuten. Der negative Wert des Moving Average Convergence Divergence (MACD) deutet darauf hin, dass das bullische Momentum noch nicht vollständig etabliert ist. Zudem bleibt der Relative Strength Index (RSI) bei rund 38 unter der Mittellinie, was auf einen gedämpften, aber sich stabilisierenden Kaufdruck statt auf klar überverkaufte Bedingungen hindeutet.
Ein Tagesschluss unter dem 100-Tage-SMA würde die bärische Einschätzung bestätigen und tiefere Korrekturrisiken eröffnen. Sollte sich der Kurs darüber halten, würde dies die Aussichten auf weitere Gewinne stützen und dem Währungspaar USD/CAD Spielraum lassen, seinen Anstieg in Richtung der jüngsten Höchststände wieder aufzunehmen, sobald sich das Momentum verbessert.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
Goldpreis Prognose: Jetzt steht Gold vor der wichtigsten Marke des Jahres
Silberpreis Prognose: Jetzt steht Silber vor der Entscheidung
XRP vor dem Bruch? Diese Marke entscheidet jetzt über den nächsten Kursrutsch
XRP hält sich an einer entscheidenden Marke, ADA und SOL riskieren einen Ausbruch über den 50-Tage-EMA
Top-Altcoins, darunter Ripple, Cardano und Solana, stehen unter Abwärtsdruck und halten sich an wichtigen Unterstützungsniveaus. Der technische Ausblick für XRP, ADA und SOL deutet auf eine leichte bärische Tendenz hin, da der Abwärtsdruck zunimmt.