BNP Paribas verweist unter Berufung auf die EZB-Bank Lending Survey darauf, dass Banken im Euroraum für 2026 eine etwas stärkere Straffung der Kreditstandards für Haushalte als für Unternehmen planen. Hauptgründe seien höhere regulatorische Kapital- und Liquiditätsanforderungen im Zuge von CRR3 und der Output-Floor-Regelung. Allerdings wolle nur ein kleiner Teil der Institute die Standards anpassen, sodass das Kreditwachstum insgesamt robust bleiben dürfte.
Haushaltsstandards werden verschärft, Auswirkungen jedoch begrenzt
„Laut der Bank Lending Survey (BLS) der EZB könnten einige Banken im Euroraum ihre Kreditstandards für Haushalte 2026 deutlicher verschärfen als 2025.“
„Unter den Banken, die in den kommenden zwölf Monaten eine Straffung planen, würden Haushalte stärker betroffen sein als Unternehmen.“
„So rechnen 10% der Banken mit einer leichten Verschärfung bei Wohnungsbaukrediten, 3% mit einer starken Verschärfung und 1% mit einer leichten Lockerung.“
„Der Nettoanteil der Banken, die 2026 eine weitere Verschärfung erwarten, liegt deutlich über dem 2025 beobachteten Wert (12% bzw. 7%).“
„Letztlich dürfte das Neugeschäft weitgehend lebhaft bleiben: Seit Juni 2025 sind die kumulierten monatlichen Zuflüsse neuer Kredite über zwölf Monate im Durchschnitt gegenüber dem Vorjahr um 30% bei Wohnungsbaukrediten und um 10% bei Unternehmenskrediten gestiegen.“
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