Isabel Schnabel, Mitglied des Exekutivvorstands der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte auf der EZB-Konferenz zu den Geldmärkten 2025 am Donnerstag in Frankfurt, dass die neutrale Geldpolitik es der Zentralbank ermöglicht, das neue strukturelle Wertpapierportfolio in Richtung kurzfristigerer Wertpapiere zu neigen.

Zusätzliche Kommentare

Die quantitative Normalisierung verläuft reibungslos, mit starken Liquiditätspositionen der Banken und reichlich überschüssiger Liquidität.

Eine anhaltende Inanspruchnahme der standardmäßigen Refinanzierungsoperationen soll der Einführung der strukturellen Operationen vorausgehen.

Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen dem Abbau unserer Altlasten aus der geldpolitischen Anleiheportfolios und der Kontrolle der Zinssätze.

Überlegungen zur Neutralität der Haltung, zum Handlungsspielraum und zur finanziellen Solidität deuten darauf hin, das neue strukturelle Wertpapierportfolio in Richtung kurzfristigerer Wertpapiere zu neigen.

Marktreaktion

EUR/USD hat nach den Kommentaren von EZB-Schnabel leichte Gebote angezogen. Das wichtige Währungspaar steigt zur Pressezeit auf fast 1,1515.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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