• EUR/USD hält sich über dem Monatstief stabil, da die USD-Bullen vor der FOMC-Sitzung eine Pause einlegen.
  • Eine Pause der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran, nachlassende Inflationssorgen und geringere Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed begrenzen den USD.
  • Vor dem Hintergrund der fundamentalen Lage ist Vorsicht geboten, bevor aggressive bullische Wetten auf das Paar eingegangen werden.

Das Paar EUR/USD konsolidiert sich am Dienstag während der asiatischen Sitzung nahe dem Monatstief und notiert knapp über der Mitte der 1,1300er-Marke. Händler scheinen zurückhaltend zu sein und warten das Ergebnis der zweitägigen FOMC-Sitzung ab, bevor sie aggressive direktionale Wetten platzieren.

Es wird erwartet, dass die US-Notenbank (Fed) ihre Entscheidung am Mittwoch bekannt gibt und die Zinsen weithin unverändert lässt. Anleger werden jedoch nach Hinweisen auf den künftigen geldpolitischen Kurs der Fed suchen, der wiederum eine Schlüsselrolle für die kurzfristige Kursdynamik des US-Dollars (USD) spielen und dem Paar EUR/USD einen gewissen Impuls verleihen dürfte.

Vor dem Schlüsselereignis der Zentralbank führten eine Pause der Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran zu dem nächtlichen Einbruch der Rohölpreise und ließen die Inflationsängste nach, was die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed dämpfte. Dies begrenzt den USD nahe dem monatlichen Swing-Hoch und stützt das Paar EUR/USD. Allerdings halten Sorgen über erhebliche Störungen der globalen Ölversorgung die Inflationsrisiken im Spiel und begünstigen die USD-Bullen.

Daher ist es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass das Paar EUR/USD einen kurzfristigen Boden gebildet hat, und sich für eine nennenswerte Aufwärtsbewegung zu positionieren. Unterdessen scheint der fundamentale Hintergrund zugunsten der USD-Bullen geneigt zu sein, was darauf hindeutet, dass jede Erholungsbewegung des Währungspaares wahrscheinlich verkauft wird und begrenzt bleibt.

Fed - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.

Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.

In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.

Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.

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